Bezirks- und Gemeindesuche
Lkw-Lenker saß 18 Stunden am Tag hinter dem Steuer
Mittwochnachmittag wurde im Zuge der Kontrolle eines rumänischen Lkw-Zugs in Straß festgestellt, dass der Lenker den Digitaltacho manipuliert hatte. Er wollte so die Lenkzeiten verlängern und vorgeschriebene Ruhezeiten vermeiden.

Foto © KK
Der rumänische Lkw-Zug wurde auf dem Verkehrskontrollpunkt Straß einer Kontrolle durch zwei Beamte der Schwerverkehrskontrollgruppe der Autobahnpolizeiinspektion Graz-West unterzogen. Bei der elektronischen Auswertung der Fahrerkarte und des Digitaltachos stellte sich heraus, dass der Lenker - ein 34-jähriger Rumäne - zwischen zwei Lenkblöcken mehrmals die Stromversorgung des Digitaltachos unterbrochen hatte, um weitere Aufzeichnungen zu verhindern. Der Lenker glaubte, dadurch unbemerkt die Lenkzeiten verlängern zu können bzw. auf die vorgeschriebenen Ruhezeiten verzichten zu können.
In den seit Beginn des Monats geführten elektronischen Aufzeichnungen ergaben sich an mehreren Tagen somit Lenkzeiten von 12 bis 18 Stunden täglich, was der Lenker auch zugab. Einmal war er, zusammen mit einem zweiten Fahrer, sogar mehr als 72 Stunden durchgehend unterwegs, wobei nur eine Pause von etwa einer Stunde eingelegt wurde. Laut Vorschrift hätte das Fahrzeug in einem Zeitraum von 30 Stunden für neun Stunden abgestellt werden müssen. Der Lenker glaubte, durch die Manipulation am Tacho, darauf verzichten zu können. Im Vorfeld der Kontrolle hatte der Rumäne die Ruhezeiten eingehalten. Nachdem er eine Sicherheitsleistung von 1800 Euro erlegt hatte, durfte er weiterfahren. Er wird angezeigt.




















