Bezirks- und Gemeindesuche
Blaue wollen Blues und Jazz legalisieren
Weinbauer musste nach Blues-Konzert Strafe zahlen: In einem Buschenschank sind nämlich nur Veranstaltungen zur Brauchtumspflege gestattet. Das Gesetz aus 1979 soll geändert werden, findet die FPÖ.

Foto © EDER Steirer-FP (hier die Abgeordneten Mayer und Amesbauer) fordert Novelle
Da in einer Buschenschank nur Veranstaltungen zur Brauchtumspflege gestattet sind, bei Rudolf Kolleritsch aber Blues- und Latin-Töne erklangen, musste der Murecker kürzlich 300 Euro Strafe berappen. Klar, dass der Buschenschankbetreiber das entsprechende Landesgesetz aus 1979 in Zweifel zieht. Auch Weinbauernobmann Hans Dreisiebner fordert eine Novelle. Unterstützung erhalten sie jetzt just von der Heimatpartei. "Die derzeitige Rechtslage ist äußerst unglücklich", unterstreicht die Landes-FP und brachte einen entsprechenden Antrag ein. Zumal "Tanzen, Singen, kleinere Konzerte und musikalische Vorführungen einfach dazugehören - dies unter Strafe zu stellen, ist völlig absurd", meint Klubobmann Georg Mayer. Den Widerstand der Gastwirte und ihres Obmanns Karl Wratschko versteht der Freiheitliche nicht. Mayer verweist auf touristischen Mehrwert von Musikveranstaltungen in Buschenschänken.
Bad Gleichenberg
Satte 22 Millionen Euro soll die Überschuldung betragen. Und die Therme Bad Gleichenberg wird nicht müde zu betonen, dass der eigentliche Betrieb nicht betroffen ist. Dennoch wurde es um das Konkursverfahren der "Kappa Thermenbeteiligung" GmbH zuletzt still. Grund: Eine Reihe von Rekursen, wonach "keine tatsächlichen Gründe für das Verfahren - also Zahlungsunfähigkeit oder Verschuldung - vorliegen würden", erläutert Masseverwalter Herbert Ortner. Laut Ediktsdatei haben die HGI rund um Anwalt Reinhard Hohenberg, die Wirtschaftsprüfer von Bertl Fattinger & Partner, Rechtsanwalt Clemens Strauss sowie das Land Rekurs eingelegt. Im Landhaus bangt man bekanntlich um 4,7 Millionen Euro (in Form einer stillen Beteiligung).
Mittlerweile sind entsprechende Stellungnahmen und Antworten ergangen, das Oberlandesgericht entscheidet über den weiteren Verlauf dieses brisanten Verfahrens. "Im Laufe der Ferien sollte eine Entscheidung fallen", meint Masseverwalter Ortner.
Madza Europa
Geldwäsche und Betrug in Millionenhöhe bei Mazda Europa, in den auch Steirer verwickelt sein sollen (wir berichteten). Diese Causa hat die Grazer KHT Druck mitgerissen. Der Automobilkonzern war Großkunde der Druckerei (23 Mitarbeiter).
Diese musste Insolvenz anmelden - das Loch in der Kassa war rund 984.000 Euro groß - und strebte eine Sanierung an. Doch dieser Plan ist gescheitert, wie Gläubiger berichten. Stattdessen steht ein weiterer Kunde der Druckerei als Käufer parat: die Einkaufsgemeinschaft Lyoness von Hubert Freidl.






















