Bezirks- und Gemeindesuche
Autopanne: Frau sah auf der Koralpe einen Bären
Während die Frauen auf Hilfe warteten, machteten sie es sich auf einem Hochsitz bequem. Von dort aus sahen sie angeblich das etwa 300 Kilogramm schwere Tier. Bärenanwalt hält Sichtung für unwahrscheinlich.

Foto © Kratzer | Sujet
DEUTSCHLANDSBERG. Wegen einer Autopanne mussten eine Frau, ihre Tochter und ihre beiden Enkelkinder am 5. August auf einer Forststraße in der Gemeinde Garanas (Bezirk Deutschlandsberg) auf der Koralpe eine unfreiwillige Pause einlegen, bis Hilfe eintraf. Währenddessen machte es sich das Quartett auf einem Hochsitz gemütlich. "Plötzlich kamen Geräusche aus dem Wald. In 20 bis 30 Metern Entfernung tauchte ein Bär aus dem Hochwald auf", erzählt Bezirksjägermeister Hannes Krinner, dem die Weststeirerin drei Tage später die Begegnung geschildert hatte.
Mit einem Knallkörper vertrieb die gebürtige Slowakin, die laut eigenen Aussagen in ihrer Heimat den Jagdschein gemacht hat und dort schon öfter mit Bären und Wölfen zusammengetroffen sei, das angeblich rund 300 Kilogramm schwere Raubtier. Laut Krinner hätten zu dieser Zeit Wanderer auch die abgetrennten Köpfe eines jungen Rothirschs und eines Rehbocks gefunden. "Da waren die Trophäen noch dran", schließt der Jäger die Tat von Wilderern aus.
Bärenanwalt Georg Rauer hält die Sichtung trotzdem für unwahrscheinlich: "Grundsätzlich ist es möglich, dass auf der Koralpe Tiere aus Slowenien einwandern. Bei einer Begehung einige Tage später haben wir aber keinen Beweis für die Anwesenheit eines Bären gefunden." Auch die gefundenen Tierköpfe seien kein Hinweis auf ein solches Tier. Laut Rauer könne man auf die Entfernung durchaus ein Wildschwein mit einem Bären verwechseln.




















