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ESO-Bericht: Warnung vor Weltuntergangszenarien
Apokalypse, Finanzkrise, Mayas und Umweltkatastrophen: Für Weltuntergangsszenarien und fragwürdige Gruppen sind auch Steirer anfällig, warnt der Landesexperte.

Foto © APA | SujetbildAuch die Vorstellung einer christliche Apokalypse werde wieder stärker. In diesem Fall verbänden die Betroffenen häufig Schuldgefühle mit dem Bedürfnis nach göttlicher Bestrafung
Blutsauger sind Auslaufmodelle: Vor dem letzten "Twilight"-Saga-Film sinkt auch das Interesse steirischer Jugendlicher am Vampirismus. Im neuen Bericht der Informationsstelle für Esoterik, Sekten und Okkultismus (Eso) stehen Weltuntergangsströmungen im Vordergrund. Sowie fragwürdige Yoga-Vereinigungen und Scientology - Katie Holmes sei Dank. 1761 Mal ist im Vorjahr die "Eso-Info" kontaktiert worden, heuer zählten Fachmann Roman Schweidlenka und Mitstreiter bis Mitte Juli 1041 Anfragen. Topthema: Esoterik, gefolgt von den Sekten. "Information ist die beste Prävention", unterstreicht Jugendlandesrätin Elisabeth Grossmann (SPÖ).
Angeheizt durch das Ende des Maya-Kalenders im Dezember 2012 (Schweidlenka: "Sie wollten ihn nicht fertigstellen, das war zu viel Arbeit") oder durch die Finanzkrise, macht sich heuer Endzeitstimmung breit. Und diese wissen gewisse Strömungen auszunutzen: So forcieren Rechtsextreme neuerdings "das Überleben im Wald. Sie übernehmen Selbstversorger-Ideen der 1970er-Jahre, aber legen auch Waffenlager an", skizziert Schweidlenka. "Puffn raus und Schwammerl suchen", nennt er derartige Überlebenskonzepte.
Doch nicht nur den Rechten, auch christlich-fudamentale Bewegungen würde die Angst vor dem Ende Zulauf bescheren. Wer sich zu sehr auf das Bild der göttlichen Bestrafung konzentriert, riskiert psychische Erkrankungen, so Schweidlenka.
Dieser hatte sich zuletzt auch häufig mit Yoga zu beschäftigen. Freilich nicht mit dem beliebten und gesunden Wellness-Yoga, sondern mit einer Schule, die in Graz und Graz-Umgebung aktiv war und ist. Doch mittlerweile wird dem "Meister" sexueller Missbrauch angelastet. Einleuchtend, dass das Land dringend rät, sich von diesem und anderen Gurus - einer "stellt eine Mischung aus Jesus und Elvis dar" - fernzuhalten.
Kritisch äußert sich die Informationsstelle für Esoterik, Sekten und Okkultismus obendrein zur ersten staatlich anerkannten Ausbildung von Schamanen. Das sei "Rückenwind für die in der Steiermark seit Jahren boomende Szene". Und "das ist auch ein Geschäft", ergänzt Grossmann. Für ihr Ressort klärt "Eso-Info" seit Jahren Jugendliche auf. Schweidlenka: "Wünschen würde ich mir noch eine Informationsveranstaltung für Lehrer im großen Stil."
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"Puffn raus und Schwammerl suchen: Rechtsextreme Strömungen forcieren das Überleben im Wald, legen Waffenlager an."
R. Schweidlenka




















