Bezirks- und Gemeindesuche
Autos und Gebäude verpickt: 1000 Euro für Kleber-Bande
In Oberpichling wurden Autos und Gebäude mit Superkleber beschädigt. Betroffen ist auch Adolf Kern, der via Facebook eine Prämie für Hinweise zur Ausforschung verspricht. Auch schon Wochen zuvor sollen "Klebeschäden" in der Pichlinger Gegend verursacht worden sein.

Foto © Scheriau | Sujet
"Irgendein Wahnsinniger ist in Pichling in der Turm-, Knappen- und Adolf-Geißlerstraße unterwegs und beschädigt mit einem Superkleber Autos und Gebäude", schildert der Köflacher Gemeinderat Adolf Kern, der selbst als Geschädigter betroffen ist.
"In der Nacht von Freitag auf Samstag müssen der oder die Täter auf das Grundstück unseres Einfamilienhauses gekommen sein und unseren Pkw im Heckbereich mit einem superharten Kleber verpickt haben. Der Schaden beträgt bei uns mindestens 2500 Euro, weil die Heckklappe des Fahrzeuges ausgebaut und komplett neu lackiert werden muss", berichtet Kern.
Türöffner
Bei einem Nachbarn wurde ein nigelnagelneuer VW Tiguan "bearbeitet". "Bei dessen Tochter wurden die Scheibenwischer auf die Scheibe geklebt. Beim Einschalten wurde der Wischermotor beschädigt. Bei einer anderen Familie wurden Türöffner und Sprechanlage zugepickt."
Auch schon Wochen zuvor sollen "Klebeschäden" in der Pichlinger Gegend verursacht worden sein. "Meines Wissens wurde ein Schaden von rund 10.000 Euro verursacht. Das ist kein Spaß mehr. Deshalb habe ich mich entschlossen, eine Prämie von 1000 Euro aus eigener Tasche auszusetzen, damit der Täter ausgeforscht wird", betont Kern. Sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung führen, sind entweder an die Polizeiinspektion Köflach - dort wurden die Fälle angezeigt - zu übermitteln oder an Adolf Kern direkt (Tel. 0664-39 85 114). "Ich bin mir sicher, dass wir den oder die Burschen erwischen", ist Kern überzeugt.
Kameras
Der Köflacher veröffentlichte die Meldung über die Prämie auch auf Facebook. "Bei den Mengen Superkleber, die verwendet wurden, denke ich, dass vielleicht jemand beruflich oder daheim bei den Eltern Zugang zu großen Mengen dieses Mittels hat. Mit den Tuben, die man im Supermarkt kriegt, schafft man das nicht", meint Kern, der hofft, dass eventuell Erwachsene Beobachtungen gemacht haben, die zur Ergreifung der "Klebstoff-Attentäter" führen. "Einige haben inzwischen schon Kameras auf ihren Grundstücken installiert, das werde ich auch machen", so Kern.
Helmut Trolp von der Polizei Köflach bestätigt, dass die Ermittlungen auf Hochtouren laufen. "Wir vermuten, dass es sich um jugendliche ,Spaßvögel' handelt. Meist sind es uns bereits bekannte Kandidaten, die so ihr Unwesen treiben."





















