Bezirks- und Gemeindesuche
Zeugen üben Kritik nach Tod in Klamm
Wanderer kritisieren, dass die Klamm während Bergung zugänglich war. Bergretter kann Kritik nur bedingt nachvollziehen: "Einsatzort wurde rund 100 Meter weit im Bereich der Unterstandshütte abgeriegelt."

Foto © CHRISTIAN PENZ
Am Sonntag war ein 52-jähriger Wanderer in der Bärenschützklamm in Mixnitz zusammengebrochen und gestorben. Nun kritisieren Zeugen, dass es verabsäumt wurde, die Klamm vorübergehend zu sperren, damit die Helfer ungehindert arbeiten konnten und auch, um die nachkommenden Wanderer zu schützen. Immerhin sollen sich am Sonntag rund 1000 Leute in dem beliebten Ausflugsziel aufgehalten haben.
Siegmund Wentner, Ortsstellenleiter der Bergrettung Mixnitz, kann die Kritik nur bedingt nachvollziehen: "Nachdem wir alarmiert worden sind, wurde der Einsatzort rund 100 Meter weit im Bereich der Unterstandshütte abgeriegelt." Doch einige Wanderer hätten die Sperre einfach ignoriert.
Auch am Eingangsbereich der Klamm hätte der Kassier die Leute gebeten zu warten. "Aber er kann nicht herausgehen und die Leute aufhalten", so Wentner. Der Einsatz sei jedenfalls komplikationslos verlaufen. Nur der Abstieg mit der Frau des Verstorbenen sei schwierig gewesen, da einige Besucher erst nach deutlicher Aufforderung Platz gemacht hätten. Ein paar Wanderer sollen an der Kassa sogar den Eintritt zurückverlangt haben, weil sie über die "Störung" erbost gewesen seien.



















