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Zuletzt aktualisiert: 17.08.2012 um 16:07 UhrKommentare

82 Einbrüche: Täter auch in der Steiermark aktiv

Dämmerungseinbrecher war in Salzburg, Oberösterreich und auch in der Steiermark unterwegs und verursachte eine Schadenssumme von 1,4 Millionen Euro. Zahlreiche Schmuckstücke aus der Diebesbeute konnten den Geschädigten noch nicht zugeordnet werden.

Einige Schmuckstücke konnten ihren Besitzern noch nicht zugeordnet werden

Foto © PolizeiEinige Schmuckstücke konnten ihren Besitzern noch nicht zugeordnet werden

Ein 22-jähriger Kosovare soll bei 82 Einbrüchen in Salzburg und Oberösterreich von 2010 bis 2012 eine Schadenssumme von 1,4 Millionen Euro verursacht haben. Die 21-jährige Ehefrau des Verdächtigen wurde am 16. Februar in Salzburg festgenommen, berichtete die Polizei am Donnerstag. Die Österreicherin war Chauffeurin bei einem Einbruchsdiebstahl im Tennengau. Sie hat mittlerweile ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Der Kosovare ist seit Februar auf der Flucht. Die Staatsanwaltschaft Salzburg erließ eine Festnahmeanordnung. Die Polizei fahndet auch nach einem 27-jährigen Komplizen aus Mazedonien und nach weiteren Mittätern.

Ihr Mann sei von Oktober bis März an mindestens vier Tagen in der Dämmerungszeit auf Einbruchstour unterwegs gewesen, schilderte die junge Frau den Polizisten. Ihr Mann habe ihr gegenüber auch erklärt, dass er von Beruf "Einbrecher" sei. Den Schilderungen der 21-Jährigen zufolge lernte sie den Kosovaren 2010 in Salzburg kennen, heiratete ihn kurze Zeit später im Kosovo und zog dann mit ihm nach Ried im Innkreis (OÖ). Das Paar zog dann nach Klagenfurt und anschließend in den Salzburger Flachgau.

Seinen Lebensunterhalt bestritt der Mann mit Einbruchsdiebstählen in Wohnhäusern. Die Polizei konnte ihm bisher 82 Einbrüche durch die Auswertung von DNA-Spuren und die Zuordnung von sichergestelltem Diebesgut nachweisen. Als Tatorte gab die Exekutive Häuser in der Stadt Salzburg und in der Umgebung von Salzburg an, weiters in den Bezirken Hallein und St. Johann im Pongau. Auch in Oberösterreich trieb der Beschuldigte sein Unwesen, und zwar in den Bezirken Ried im Innkreis, Schärding, Wels, Wels Land, Linz Land, Braunau und Vöcklabruck. Der Dämmerungseinbrecher erbeutete vorwiegend Schmuck, Uhren, Digicams, Laptops, Bargeld und Münzen. Einen Großteil der Beute soll er in seine Heimat gebracht haben. Dort wollte er sich offenbar eine Existenz aufbauen.

Bei Hausdurchsuchungen in Klagenfurt und im Flachgau stellte die Polizei noch Diebesbeute sicher. Zahlreiche Schmuckstücke konnten noch nicht zugeordnet werden. Die Ehefrau des Verdächtigen wurde nach ihrem Geständnis auf freien Fuß angezeigt, erklärte Polizeisprecher Anton Schentz. Sie war bei den letzten, der Polizei bekannten, sechs bis sieben Einbrüchen als Fahrerin eines weißen VW-Golfes beteiligt. Einem Passanten war nach einem Einbruch am 16. Februar in Krispl (Tennengau) der Wagen aufgefallen. Er meldete seine Beobachtungen der Polizei. Wenig später wurde der Golf angehalten. Am Steuer saß die Ehefrau. Ihr Mann soll sie dazu genötigt und auch gefährlich bedroht haben, falls sie sich weigere, erzählte sie den Beamten. "Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Es handelt sich derzeit nur um einen Zwischenbericht. Es ist nicht auszuschließen, dass noch mehr Einbrüche begangen wurden", erklärte Polizeisprecher Schentz.


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