Bezirks- und Gemeindesuche
Ärger ums Vivarium
Egidiwirt Hugo Leypold wollte das Vivarium wieder beleben. Sein Konzept sei aber ignoriert worden.

Foto © TVB Naturpark Grebenzen
Eine Schaunudelproduktion mit Produkten wie Naturpark- oder Steirerlandnudel; einen Verkaufshop, wo es eben Nudel und andere Produkte gibt; ein Panoramarestaurant mit täglichem Nudelbuffet; Nudelwandertag und Oster-Eiernudel suchen: Dies ist nur ein Teil des Konzepts, das sich Hugo und Marco Leypold für das leer stehende Vivarium in Mariahof ausgedacht und eingereicht haben.
Das Projekt Genuss(Glas) Haus drehte sich nicht nur um die Teigware: Auch kleinere Einheiten mit diversen Läden, die verpachtet werden sollten - vom Nagelstudio bis zur Trachtenstube - waren im Plan inkludiert. Und einiges mehr. Allerdings: "Wir haben das Konzept im Vorjahr eingereicht - und danach nichts mehr von den Vivarium-Verantwortlichen gehört", so Hugo Leypold. Selbst auf Nachfrage habe es keine Reaktion gegeben.
"Kein Interesse"
Vor wenigen Tagen, sieben Monate später, meldete sich laut Leypold jedoch jemand, was ihn klarerweise überraschte. Das Vorhaben hat er längst abgeschrieben: "Wir haben viel in unser Projekt investiert. Aber es hat ja keinen interessiert."
Nun hat sich das offenbar geändert: "Ich habe ihn gefragt, ob er noch Interesse hat. Es ist ein attraktives Konzept", so Peter Donabauer, Geschäftsführer des Vereins und Tourismusverbandes Naturpark Zirbitzkogel Grebenzen.
Im Rennen um das Vivarium sei alles offen. Auch mit Neosino-Chef Gerhard Möser soll laut Donabauer noch verhandelt werden. Mit ihm gab es einen Optionsvertrag. Wie berichtet, plant Möser eine "Beautyfarm". "Die Option wurde aber nicht gezogen", so Donabauer. Von Verkauf bis zur Vermietung sei alles möglich. "Wir sind in alle Richtungen gesprächsbereit. Interessenten können sich jederzeit melden", betont der Naturpark-Geschäftsführer.
Kostengünstig
Hugo Leypold ist bekannt als Egidiwirt: "Wir hatten so viele Ideen. Und unser Konzept wäre kostengünstig umsetzbar gewesen." So hätte es keine großen Umbauarbeiten gebraucht: Die Schaunudelproduktion etwa war im ehemaligen Hallenbad geplant.
Eine Expertin zum Thema Nudel gab es ebenfalls: "Meine Lebensgefährtin ist Italienerin", so Leypold. Das Vivarium, die Tourismuseinrichtung musste im Vorjahr wegen Unwirtschaftlichkeit zusperren, wird mit der italienischen Nudelkunst aber nicht wieder belebt werden.




















