Bezirks- und Gemeindesuche
Schutz für die Böden der Region
Das Steirische Vulkanland trat dem internationalen Bodenschutzbündnis bei. Bis zum Herbst wird eine Bodencharta erarbeitet.
I n Österreich werden täglich bis zu 20 Hektar fruchtbarer Boden versiegelt. Dazu kommt, dass Bewirtschaftungsformen und die Witterung die besten Bodenschichten abschwemmen. Maßnahmen gegen diese Bodenzerstörung setzt seit Jahren die Vereinigung Bodenbündnis Österreich, zu der nun auch das Steirische Vulkanland gehört.
"Bodenschutz ist zugleich auch Klimaschutz. Ein anderer Umgang mit dem Boden ist erforderlich. Dazu gehören auch weniger Versiegelungen und Zersiedelungen. Es gibt auch Wachstum ohne weitere Verbauung", erklärte Martina Nagl vom Klimabündnis Österreich. Sie plädiert auch für den Bodenrückbau, ähnlich dem Rückbau der vor Jahrzehnten erfolgten Flussregulierungen.
Der Klimaschutz ist bereits gut verankert, doch in Sachen Bodenschutz fehlen wesentliche Informationen. "Österreich hat 923 Klimabündnisgemeinden, die auch für den Bodenschutz Verantwortung tragen", stellte Klimabündnis-Vertreter Christian Steiner fest.
Zusammenarbeit
Das große Vorhaben im Vulkanland ist die Zusammenarbeit aller 79 Gemeinden zur Erstellung einer umfassenden Bodencharta. "In diese Arbeit werden alle wichtigen Organisationen eingebunden. Wir müssen daran denken, dass der Wasserrückhalt durch den schnellen Abtransport der Niederschlagsmengen dramatisch zurückgegangen ist. Rückstaubecken sind durch Aufschütten von Dämmen notwendig", so die Landtagsabgeordneten Josef Ober und Anton Gangl. Für die Umsetzung wurden bereits die Bürgermeister Manfred Promitzer, Walter Wiesler, Gerhard Meixner und Franz Uller sowie Anton Holzerbauer von der Bezirksbauernkammer und Franz Jackl vom Maschinenring zu Bodenschutzbeauftragten ausgebildet. Weitere Lehrgänge für diese Ausbildung werden in nächster Zeit angeboten.




















