Bezirks- und Gemeindesuche
Ein Bild der totalen Verwüstung
Brücken wurden weggerissen, Keller überflutet: Durch schwere Unwetter haben zahlreiche Menschen im Murtal alles verloren.
Quelle © foto.jpg | Foto: KLZ Digital/Haider Schwere Schäden
Maria Kaltenegger steht in der obersteirischen Gemeinde Amering vor den Trümmern ihres Hauses. Sie hat Glück, dass sie mit dem Leben davongekommen ist. Die Schäden, die das Unwetter am Mittwoch in den Gemeinden Amering, Obdach, Eppenstein und St. Anna am Lavantegg angerichtet hat, sind enorm. "Wir waren gerade im Haus und haben beim Fenster hinausgeschaut, als es zu hageln begonnen hat. Und dann ist schon der Bach über die Ufer getreten und drei Meter hohe Wellen sind angerollt gekommen", schildert sie, noch immer geschockt von den Erlebnissen.
Haustüren verriegelt
Mit ihrer Tochter Elke hat Maria Kaltenegger im letzten Moment alle Haustüren verriegelt, aber da war es schon zu spät. "Meine Mutter und ich sind im Wohnzimmer aus dem Fenster gesprungen", erzählt Elke Kaltenegger, ihre Hände zittern. Das Geschehene hat sie noch nicht wirklich verdaut.
Der Schaden an Haus und Grund der Familie ist enorm. Geröllmassen, Schlamm und große Steine bedecken das einst gepflegte Grundstück.
Seinen Ausgang hat das Unglück am Dienstag Nachmittag genommen, als sintflutartige Regenfälle über dem Gebiet rund um Obdach hereingebrochen sind. Bis zu 177 Liter Niederschlag pro Quadratmeter wurden binnen eineinhalb Stunden gemessen.
Kurt Kalcher, Leiter des steirischen Katastrophenschutzes, weiß: "Die Infrastruktur in den vier Gemeinden ist massiv gestört. Es geht jetzt darum, das so schnell wie möglich wieder in Ordnung zu bringen."
Entwurzelte Baumstämme und umgekippte Strommasten säumen die Rudolf-Falb Gasse in Amering, dazu Unmengen an Morast. Nur wenige Meter von Maria Kalteneggers Haus entfernt, hat die Familie von Gottfried Bauer ein wenig mehr Glück gehabt. "Bei uns ist die Werkstatt am schlimmsten betroffen. Das Haus wurde fast völlig verschont", so Bauer. Seine Ehefrau Christine schildert: "Wir konnten das Wasser lange Zeit umleiten, aber irgendwann ist es doch hereingeflossen."
Die schlimmsten Spuren sind bereits beseitigt worden. "Es war wie der Weltuntergang", seufzt Bauer. Ein paar Hundert Meter weiter lebt Familie Staubmann. Oma Hilde hat Tränen in den Augen. "Wenigstens hat es das Haus nicht erwischt", sagt sie mit gebrochener Stimme. Was einst Staubmann'scher Rasen war, ist jetzt ein Steinfriedhof.
Autos gerettet
"Es hat so schlimm gehagelt und die Steine haben gekracht. Dann ist der Bach immer weiter angeschwollen. Wir konnten gerade noch die Autos und Fahrräder retten", sagt Hilde Staubmann. Das Carport ist weggespült worden, Teile des Daches liegen herum. Ein Strommasten hängt mehr schlecht als recht über dem Bachbett. Der Ameringer Bürgermeister Peter Bacher kann das Ausmaß der Katastrophe noch gar nicht richtig fassen. "Es ist einfach nur erschreckend. Soweit ich weiß, können sich selbst unsere ältesten Bewohner nicht erinnern, jemals so etwas erlebt zu haben.
Features
Hilfe für die Betroffenen
Betroffene erhalten unter der Hotline 01-78906-1234 von den Experten des Zentrums für Hochwasserschutz Rat und Tipps für Sofortmaßnahmen und zukünftige Präventionslösungen.
Betroffene in der Steiermark und Kärnten wenden sich direkt an:
Herrn Thomas Huber,
+ 43(0)664 210 78 05 ,
thomas.huber@hochwasser.at


























