Bezirks- und Gemeindesuche
"Blauer" überlebte nur kurz in SPÖ-Büro
Eine Rochade gab es im Büro von Elisabeth Grossmann (SPÖ), nachdem ein vermeintlicher Freiheitlicher seinen Job verlor. Die Grünen sprachen sich indes scharf gegen eine "Gigantomanie" bei den Gemeindefusionen aus.

Foto © Marija Kanizaj
Glatt ist das Parkett der politischen Büros. Jüngstes Beispiel: Das Team von Familienlandesrätin Elisabeth Grossmann (SPÖ) hat im Juni Verstärkung erhalten - ein Bediensteter fing als Karenzvertretung an. Zwei Wochen später musste er seinen Schreibtisch aber wieder räumen - man meinte, den Mann als Freiheitlichen "enttarnt" zu haben.
Richtig ist: Gibt man den Namen von Grossmanns Kurzzeitmitarbeiter in eine Internetsuchmaschine ein, erscheint ein Magazinartikel von 2001. Es geht um angebliche Unregelmäßigkeiten in der Hochschülerschaft. In diesem Zusammenhang kommt der Bedienstete im Bericht als Funktionär des Rings Freiheitlicher Studenten (RFS) zu Wort. Das genügte in der Steirer-SP offenbar manchen, um den Neuzugang wieder loszuwerden. Dabei ist der Betroffene eigentlich "ein SPÖ-Mitglied und war, so ein Schreiben des RFS, dort niemals Mitglied. Er hatte dem RFS in der Organisation geholfen", schildert Grossmanns Büroleiterin Daniela Schachner-Blazizek. Seine Stelle im Landesratsbüro bekommt das SPÖ-Mitglied aber nicht zurück. Der Bedienstete wird - nach seinem Urlaub - anderswo in der Abteilung untergebracht. Argument der Politik: "Die Unruhe war zu groß."
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Weil SPÖ und ÖVP sich in der Regierung so gut verstehen, agiert die Opposition mit immer schärferen Worten: Es sei "völliger Nonsens", die 17 Gemeinden des Bezirks Bruck zu einer Gemeinde zusammenzulegen, sagte der Grüne Lambert Schönleitner in Richtung Soziallandesrat Siegfried Schrittwieser. Dieser hatte in einem Interview mit der Kleinen Zeitung von seinen Bemühungen berichtet, in der Obersteiermark ein starkes Zentrum als Gegengewicht zur Landeshauptstadt zu schaffen. Schönleitner sprach daraufhin von "roter Gigantomanie und verfassungsrechtlichem Blödsinn" und verlangt nun Volksabstimmungen in allen Gemeinden über ein derartiges Projekt. Alles andere wäre für ihn "Demokratieabbau".
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Großes Kopfzerbrechen bereitet der Landesregierung, allen voran Finanzlandesrätin Bettina Vollath (SPÖ), das Doppelbudget 2013/2014. In Burg und Landhaus wird mittlerweile ein Bedarf von 400 Millionen Euro kolportiert. Am Montag hätten Voves-SP und Schüzenhöfer-VP das Zahlenwerk mit ihren Beratern wieder durchackern sollen, doch der Termin wurde abgesagt.
B. HECKE, T. ROSSACHER, C. ALBERTANI




















