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Baubudgets halten, Termine nicht immer
Zehn Spitalsbauvorhaben unter der Lupe des Rechnungshofes: Der Kostenfahrplan, auch in Bad Aussee, hält. Zu kämpfen hat man mit dem Untergrund (Leoben) und Verzögerungen (Graz).

Foto © Christian Huemer
Ob Schladming oder Graz-West: Spitalsbauten sind für den Rechnungshof erfahrungsgemäß Schwerarbeit und ein gefundenes Fressen für die Opposition. So gesehen fällt der jüngste Bericht zur Kostenentwicklung steirischer Großprojekte, mehrheitlich im Spitalssegment, aus dem Rahmen. Denn: Keines der zehn Bauvorhaben hat die kritische Marke einer 20-prozentigen Kostenüberschreitung erreicht. Das nicht unumstrittene LKH Bad Aussee lag sogar 1,7 Millionen Euro unter den prognostizierten Kosten von knapp 31 Millionen. Dies ist gelungen, da man bei Größe und Flächen nochmals den Rotstift angesetzt hatte. Einzig die "Honorarkosten haben sich durch die dreimalige Umplanung erhöht", merken die Prüfer trocken an.
Ausbau gestoppt
Auch beim Aus- und Umbau der Grazer Frauenklinik ist man auf Ausgabenseite (9,6 Millionen Euro) gut im Plan. Doch die dritte Bauphase hat einen Schönheitsfehler: Ein Vergabestreit unter Heizungs- und Sanitärfirmen sorgte für eine Verzögerung von knapp drei Monaten. Und es gibt einen vorläufigen Baustopp: so lange, bis von Klinik-, MedUni-Seite und Politik entschieden ist, ob man im Erdgeschoß die In-vitro-Fertilisation (künstliche Befruchtung) an Externe vermietet oder nicht. Die Frage ist politisch heikel: Die Grünen haben im Vorjahr Alarm geschlagen. Tenor: Just die einzige öffentliche Kinderwunschabteilung soll Privaten überlassen werden. Obendrein befürchtet man, dass Forschung und Lehre bei Privaten zu kurz kommen. Aber eine Entscheidung ist noch nicht getroffen, hieß es am Montag seitens des Vorstands der Krankenanstaltengesellschaft (Kages).
Schlechter Boden
Diese hat in Leoben mit dem neuen Funktionstrakt und Zubau Eingangsbereich ein rund 73 Millionen Euro schweres Projekt zu stemmen. Das Finanzielle haben die Verantwortlichen mittlerweile im Griff, meint der Landesrechnungshof. So hat man zum Beispiel auf einen zusätzlichen Operationssaal verzichtet. Hintergrund: Die schlechten Bodenverhältnisse hatten zu Mehrkosten (für verstärkte Hangsicherung) und zu Verzögerungen geführt. Der neu angesetzte Termin für die Inbetriebnahme (Frühjahr 2014) sollte aber halten.
Die Grazer Chirurgie wiederum war lange umkämpft, mehrfach musste adaptiert und umgeplant werden. So verwundert es nicht, wenn der Rechnungshof im aktuellen Bauabschnitt (Budget: 16 Millionen Euro) zahlreiche Änderungen auflistet. Unterm Strich sollten sich die Kosten aber um weniger als drei Prozent (rund 420.000 Euro) erhöhen.
Die Renovierung des Mitteltrakts (LKH Graz) fällt unter dieselbe Kategorie: Die Mehrkosten (von knapp 375.000 Euro) halten sich im Rahmen. Bei der Sanierung der Neurologie (dritter Abschnitt) waren es 59.000 Euro (weniger als ein Prozent).






















