Bezirks- und Gemeindesuche
Mehr als einladend: Kirche öffnete ihre Türen
Überall im Land läuteten am Freitag um 18 Uhr Glocken die sechste Lange Nacht der Kirchen ein. Die Veranstaltung zog Tausende an.
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GRAZ. Speziell daran war vieles: So diskutierten in der Grazer Synagoge Vertreter der jüdischen, evangelischen, katholischen, muslimischen, Bahai- und buddhistischen Gemeinde über "Wege zu Gott". "Für uns ist es wichtig, ein guter Mensch zu sein und seinen Beitrag im Heute zu leisten", skizzierte Ruth Yu-Szammer die jüdische Sicht. Für Hermann Glettler, Pfarrer im multikulturellen Graz-St. Andrä, stand fest: "Es sind zu 110 Prozent kulturelle Probleme, die uns trennen." Oft lasse sich die Religion dafür missbrauchen. Zuversichtliches kam von Superintendent Hermann Miklas: "Jede Religionsgemeinschaft hat Radikalinskis, aber dieses Treffen hier setzt Konkretes entgegen."
Mit Schwung im wahrsten Sinne des Wortes begann die Nacht in Obdach: Dort konnten sich die Besucher durch das Heiligen-Geist-Loch rund zehn Meter ins Kircheninnere abseilen. "Es geht um einen Blick, den man sonst so nicht hat, und um das Vertrauen in den Abseiler, einer Lebensform des Christentums", erklärte Pfarrer Thomas Mörtl, der ebenfalls zu den Mutigen zählte.
Kinder in den Bann zog Christof Härtel in der Grazer Heilandskirche mit seinem musikalischen Märchen "Die Entstehung von Märchental". Maturanten spendete in Hartberg Dechant Josef Reisenhofer den Prüfungssegen.


























