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    Bezirks- und Gemeindesuche

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    Zuletzt aktualisiert: 28.05.2012 um 21:24 Uhr

    Frau stürzte mit Auto in Kanal: tot

    Im Bezirk Graz-Umgebung ist Montagnachmittag ein Großeinsatz der Einsatzkräfte gestartet worden. Zeugen hatten beobachtet, wie eine Autolenkerin mit ihrem Pkw im Gemeindegebiet von Röthelstein in das Wasser des mehrere Meter tiefen Kanals neben der Mur gefahren und untergegangen ist.

    Foto © APA | MARKUS LEODOLTER

    Marianne P. hatte keine Chance - auch die Helfer am Ufer nicht. Die Strömung des E-Werk-Kanals riss den Kleinwagen mit der 84-Jährigen sofort mit. Sekunden später war das Auto schon versunken. Marianne P. ertrank in den Fluten. Erst nach Stunden konnte das Fahrzeug geborgen werden.

    Die 84-Jährige aus Frohnleiten hatte am Pfingstmontag ihre Patenkinder in Röthelstein besucht. Als sie gegen 15.30 Uhr heimfahren wollte, kam es zur Tragödie. Marianne P. rollte mit ihrem Mazda 2 aus der abschüssigen Hauseinfahrt, die am Kanal endet. Doch statt rechts abzubiegen, fuhr sie weiter geradeaus, durchstieß den Holzzaun und stürzte in das sechs Meter tiefe Fließgewässer. "Möglicherweise hatte sie Gas- und Bremspedal verwechselt", so ein Polizist.

    Kracher gehört

    "Ich hab den Kracher gehört, dann hat schon der Nachbar geschrien, dass ein Auto in den Kanal gestürzt ist", erzählt Gerhard B., Anrainer und Feuerwehrmann. "Das Auto hat noch aus dem Wasser herausgeschaut, ich bin daneben am anderen Ufer entlanggerannt. Die Strömung war so stark, dass man gerade noch mitgekommen ist." Augenzeugen riefen der verzweifelten Lenkerin zu, sie solle die Fenster hinunterkurbeln. B.: "Nach der dritten Brücke ist das Auto untergegangen. Wir haben nichts machen können, selber hineinzuspringen wäre lebensgefährlich."

    Die alarmierten Einsatzkräfte rückten mit einem Großaufgebot von rund 70 Feuerwehrleuten, neun Tauchern aus Bruck an der Mur, Unterpremstätten und Thondorf sowie Rettung und Polizei an. Mit Booten fuhr man stundenlang den Kanal südlich der Unfallstelle ab. Kurz vor 18.00 Uhr entdeckten sie schließlich den Wagen in fünf Meter Tiefe und einen halben Kilometer von der Unfallstelle entfernt, die Leiche der 84-Jährigen befand sich noch im Fahrzeug.

    Da die Heckscheibe kaputt war und die Leiche der Lenkerin in dem Fahrzeug am Autohimmel trieb, musste eine Bergung des Wagens mittels Hebeballon angewandt werden. So konnte der Pkw gegen 18.30 Uhr waagrecht aus dem Wasser gehoben und der Körper der Lenkerin nicht aus dem Wrack getrieben werden, erklärte Dietmar Jantscher von der Freiwilligen Feuerwehr Deutschfeistritz.

    WILFRIED ROMBOLD

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