Bezirks- und Gemeindesuche
Junge Katzen: Tierheime sind zum Bersten voll
Die steirischen Tierheime platzen aus allen Nähten: Streunerkatzen sind ein Problem, das jedes Jahr besonders im Frühjahr sichtbar wird. Trotz Gesetz kastrieren viele Besitzer ihre Tiere nicht.

Foto © Sabine HoffmannJunge, ausgesetzte Katzen füllen die steirischen Tierheime
Da unkastrierte Katzen im Frühjahr und im Herbst werfen, platzen jedes Jahr um diese Zeit die Tierheime aus den Nähten. Beinahe täglich werden junge Katzen abgegeben.
Grund genug für Tierschutz-Ombudsfrau Barbara Fiala-Köck, daran zu erinnern, dass Katzenbesitzer per Gesetz dazu verpflichtet sind, ihre Katzen kastrieren zu lassen. "Die Halter von Katzen und Katern haben die Verpflichtung, ihre Tiere, die regelmäßig ins Freie dürfen, von einem Tierarzt kastrieren zu lassen", so Fiala-Köck.
Gesetzeslage
Gemäß der Gesetzeslage entfalle diese Verpflichtung lediglich, wenn die Tiere zur kontrollierten Zucht verwendet werden oder "in bäuerlicher Haltung leben". Letztere Formulierung wird derzeit gerade vom Gesundheitsministerium überarbeitet, "denn so ist das eine holprige Geschichte", so Fiala-Köck. Was leider zur Folge hat, dass sich gerade im ländlichen Gebiet Katzen unkontrolliert vermehren. Nimmt man an, dass eine Katze zweimal im Jahr Nachwuchs bekommt, und nur drei Kätzchen pro Wurf überleben, ergibt das nach vier Jahren 2200 Katzen!
Dabei ist die Steiermark ist in Sachen Katzen-Kastration vorbildlich unterwegs. Seit 2007 stellte Landesrat Johann Seitinger 320.000 Euro für Kastrationen streunender Katzen zur Verfügung. Fiala-Köck: "Im Zuge dieses Projekts wurden bisher rund 10.000 Katzen kastriert." Das Projekt ist eine Kooperation zwischen Land, Tierärztekammer und Gemeinden und wird mittels Gutscheinen abgewickelt. Auch heuer wurden wieder 50.000 Euro zur Verfügung gestellt.




















