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    Zuletzt aktualisiert: 21.05.2012 um 22:50 UhrKommentare

    Kapellari: "Österreich ist nicht der Nabel der Weltkirche"

    Bischof Egon Kapellari fürchtet, dass Pfarrer-Initiative Kirche spalten könnte. Beim traditionellen Empfang für steirische Journalisten fand er deutliche Worte.

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    Deutliche Worte zu aktuellen Entwicklungen innerhalb der Pfarrer-Initiative fand am Montag Bischof Egon Kapellari beim traditionellen Empfang für steirische Journalisten: "Wenn nun von Wien aus mit wachsender Intensität versucht wird, Schritte auf einem österreichischen Sonderweg abseits der Weltkirche und ohne oder gegen den jeweils eigenen Bischof zu tun und dafür auch internationale Allianzen zu erreichen, dann verlangt dies ein klares Nein."

    Die Kirche würde mit den so genannten heißen Eisen wie wiederverheiratet Geschiedene, Frauenpriestertum oder Zölibat nicht abgehoben von der Lebensrealität der Betroffenen umgehen. Dennoch müsse man sagen, Österreich sei nicht der Nabel der Welt und die katholische Kirche in Österreich "nicht der Nabel der Weltkirche." Und wer trotz allem in Selbstüberschätzung nach dem Steuer der Kirche zu greifen versuche, "der spaltet die Kirche". Für den steirischen Diözesanbischof kann die Antwort der Amtskirche darauf nur in eine Richtung gehen: "Wir können diesen Weg daher selbstverständlich nicht mitgehen."

    Nicht ausgespart in seiner Rede hatte Kapellari auch das Thema Missbrauch. Kirchlicherseits habe man sich mit den "schweren Verfehlungen seitens kirchlicher Verantwortlicher" gegenüber Kindern und Jugendlichen" ehrlich konfrontiert. Für die Zukunft fordert er stärkst mögliche Prävention.

    Mitmenschlich

    In diesem Zusammenhang drohe allerdings, so das Oberhaupt der katholischen Kirche in der Steiermark, dass dadurch das viele Positive verdeckt werden könnte, dass in der und durch die Kirche täglich geschehe. Und dieser Beitrag würde jeden Tag aufs Neue zur Stabilität der Gesellschaft beitragen: "Die Kirche steht in der Spannung zwischen Breite und Tiefe, Tradition und neuen Herausforderungen, zwischen sozial-politischem Engagement und mystischer Versenkung in Gott." Sie mache auch Fehler und begehe Sünden. "Doch sie hat zugleich riesige Ressourcen an Mitmenschlichkeit, Barmherzigkeit und Heiligkeit." Richtung Medien appellierte Kapellari deshalb auch, diese positive Seite von Kirche bekannter zu machen.


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