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Zoidl im Porträt: Er vermeidet keinen Streit
Helmut Zoidl (79) "erstritt" den AT&S-Konzern, der ihn reich machte.

Foto © Kanizaj Streitbarer Helmut Zoidl: In der Kunstwelt gilt er als Mäzen
Helmut Zoidl streitet mit den Vorständen seiner Privatstiftung - Beobachter sind darüber nicht verwundert. "Mich wundert eher, dass es so lange gut gegangen ist", so ein Kenner.
In der Tat: Gestritten hat Helmut Zoidl oft in seinem Leben. Einst war das etwa notwendig, um in den Besitz des Leiterplattenherstellers AT&S zu kommen und diesen groß zu machen. Sein einstiger AT&S-Partner Willibald Dörflinger beschrieb die Strategie so: "Zoidl hat zu mir gesagt: Du kümmerst dich ums operative Geschäft und ich streite." Das Streiten hat sich ausgezahlt, der Verkauf seiner AT&S-Aktien brachte ihm viele Millionen ein.
Im Streit endete die Ehe mit seiner zweiten Frau Evelyn. Die teure Scheidung war mit ein Auslöser für die Gründung einer Stiftung - Evelyn sollte keinen Zugriff mehr aufs Vermögen haben.
Legendär der Kampf gegen einen laut Zoidl unfähigen Lehrer seiner Tochter Natascha, gegen den er massiv, etwa mit ganzseitigen Zeitungsinseraten, vorging. Kurzen Prozess machte er mit einem Bordell, das sich in der Nachbarschaft in Spielberg ansiedelte. Zuerst ging er dagegen vor, dann kaufte er das Gebäude.
Mit seiner neuen Ehefrau Gerda hat er das große Glück gefunden: "Wir sind miteinander glücklich, haben die gleichen Interessen, reisen, jagen und kochen miteinander", sagte Zoidl vor zwei Jahren. In der Kunstwelt gilt er als Mäzen. Seine Sammlung ist in einer Privatgalerie in seiner Spielberger Villa beheimatet, im eigenen Schloss Gabelhofen gibt es regelmäßig hochwertige Ausstellungen. Zoidl liebt zeitgenössische Kunst, Skulpturen, abstrakte Malerei.




















