Bezirks- und Gemeindesuche
Unternehmer um Anlage betrogen
Nach Anruf einer japanischen Firma investierte Obersteirer hohe Summe in eine Silbermine. Steirische Polizei warnt wieder von solchen "lukrativen" Investitionsvorschlägen.

Foto © Helmut Weichselbraun/Sujet
Auf diversen Foren im Internet hatte sich ein Unternehmer aus der Obersteiermark über gewinnbringende Geldanlegemöglichkeiten informiert. So dürften die unbekannten Täter an seine Daten gekommen sein. Denn wenig später, es war im Jänner dieses Jahres, erhielt der Geschäftsmann plötzlich einen Anruf einer japanischen Firma, die ihm Anteile an einer Silbermine in den USA anbot.
Minenanteile
Der Obersteirer zögerte anfangs noch, doch schließlich kaufte er für mehrere tausend Euro die vermeintlichen Minenanteile. Das Geschäft wurde über eine Firma in Hongkong abgewickelt, die Kaufbestätigung kam mittels E-Mails. Auf dieselbe Weise erfuhr der Mann zwei Wochen später, dass sich seine Investition bereits verdoppelt hätte, der "Gewinn" wurde von ihm neuerlich in Minenanteilen angelegt - weitere Anteile kaufte er dann im Februar und März. Als dem Unternehmer das Geschäft schließlich dubios vorkam, war es bereits Mitte April - und der Mann hatte in den vergangenen Monaten bereits einen höheren, fünfstelligen Eurobetrag investiert.
"Das Geld kann er jetzt abschreiben", betont ein Beamter des Landeskriminalamtes, Außenstelle Niklasdorf. Denn die Betrüger verschleierten ihre Adresse im Internet so gut, dass sie vermutlich nie ausgeforscht werden können. "Daher auf dubiose Investitionsvorschläge und Gewinnauszahlungen nie eingehen", warnt die Polizei.



















