Bezirks- und Gemeindesuche
"Die Hoffnung stirbt zuletzt"
Johannes Haas, 22 Jahre Betriebsratschef im LKH Judenburg, im Interview.
Herr Haas, Sie haben bei der Neuwahl des Betriebsrates im LKH Judenburg nicht einmal halb so viele Stimmen geholt wie bei der Wahl im Vorjahr. Wie groß ist die Enttäuschung?
JOHANN HAAS: Ich bin natürlich enttäuscht, habe einen Absturz erwartet, aber nicht in diesem Ausmaß. Da muss ich dem Kollegen Schachner gratulieren. Er hat seinen Komplott gegen mich mit einer perfekten Lobby hinter sich durchgezogen.
Franz Schachner hat zwar eine deutliche Mehrheit, braucht aber jemanden, der ihn bei der konstituierenden Sitzung am 7. Mai mitwählt. Werden Sie das tun?
HAAS: Ich lege mich überhaupt nicht fest, jetzt müssen die drei Kandidaten einmal miteinander reden. Wichtig ist, dass es bald einen funktionierenden Betriebsrat gibt, der für die Mitarbeiter tätig ist. Die Zeiten in der Kages werden nicht leichter.
Haben Sie noch Hoffnung, selbst Vorsitzender zu werden? Franz Schachner wird Sie sicher nicht wählen, und auch Helmut Ranzmaier hat bereits angekündigt, Sie keinesfalls zu wählen.
HAAS: Geredet wird viel, schauen wir einmal. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich nehme für mich in Anspruch, der Kompetenteste zu sein. Man sollte nicht vergessen, dass Ranzmaier und ich als Konservative gemeinsam 56 Prozent haben. Ich stehe aber auch als normaler Betriebsrat zur Verfügung.
Sollten Sie nicht Vorsitzender werden, sind Sie nach 22 Jahren erstmals nicht mehr als Betriebsrat freigestellt. Gibt es schon Pläne, was Sie dann tun?
HAAS: Es gab bereits Gespräche mit Vorgesetzten, aber jetzt heißt es einmal abwarten.
INTERVIEW: JOSEF FRÖHLICH





















