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Luxusleihgabe für London
Steiermark hebt Verleihverbot auf: Die Royal Academy of Arts darf den Strettweger Kultwagen ausstellen. Versicherungswert: 50 Millionen Euro.

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Zu Übertreibungen neigt Peter Pakesch nicht. In diesem Fall aber spricht der Leiter des Universalmuseums Joanneum ohne Umschweife von "einer kleinen Sensation". Die berühmte Royal Academy of Arts wird den Kultwagen von Strettweg, steirisches Prunkstück aus einem Fürstengrab aus dem siebten Jahrhundert vor Christus, auf einer Sonderausstellung über Bronzemeisterwerke prominent präsentieren.
Konzipiert von David Ekserdjian, spannen die Briten den Bogen mit bedeutenden Bronzeskulpturen von der Urgeschichte bis zur Gegenwart: Auch Arbeiten von Rodin, Boccioni, Picasso, Jasper Johns, Giacometti oder Beuys sind von 15. September bis 9. Dezember zu sehen. Pakesch geht von "Hunderttausenden Besuchern" aus. Auf der europäischen Bühne könne man sich präsentieren und hofft auf neue Kontakte zu Kunst und Forschung.
Dabei ist der "Strettweger" per Beschluss von 1973 eigentlich "von jeder Leihgebung auszuschließen". Zu riskant wäre ein Transport des einzigartigen Produkts eisenzeitlichen Kunsthandwerks. Eine weitere Hürde stellt der enorme Versicherungswert von 50 Millionen Euro dar. Nicht so für die British Government Indemnity-Versicherung. Die kommt zum Beispiel bei Gemäldeausstellungen "mit Werken von Van Gogh oder Rembrandt zur Anwendung", erläutert man im Universalmuseum.
Für London hat die Landesregierung das Verleihverbot daher aufgehoben. "Diese Ausstellung der Royal Academy of Arts ist von der Konzeption einzigartig und gewährt weltweite Aufmerksamkeit", begründet Kulturlandesrat Christian Buchmann (VP), warum man "einmalig eine Ausnahme" macht. Übrigens wird auch noch der "nackte Krieger" an London verliehen.




















