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Steirische Urigkeit trotzt Wiener Wetter
Das Steiermarkdorf ist wieder in Wien. Bis Sonntag steht der Rathausplatz ganz im Zeichen von Kernöl, Schilcher und grün-weißen Naturparks. Das heurige Motto lautet "Herzlichkeit".
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Krakau liegt eigentlich in der Steiermark. Die Milchstraße ebenso. Und Wiener und Steirer mögen sich, solange sie genug Wein zum Trinken haben.
Das erfährt, wer dieser Tage über den Wiener Rathausplatz flaniert. Bereits zum 16. Mal findet dort der "Steiermarkfrühling" statt. Vertreter aller steirischen Regionen versuchen im Steiermarkdorf, den Wienern steirische Kulinarik und Urlaube in der grünen Mark schmackhaft zu machen. Bis jetzt mit Erfolg.
Die Steiermark ist nach wie vor das beliebteste Urlaubsland der Hauptstadtbewohner. Landeshauptmann Franz Voves und sein Stellvertreter Hermann Schützenhöfer führen das auf die "Herzlichkeit" zurück, die man in der Steiermark Gästen entgegenbringe. Diese Annahme vertreten wohl auch die steirischen Tourismusverbände, die bereits seit 40 Jahren das grüne Steiermark-Herz als Logo verwenden und es beim diesjährigen Steirerfest in den Mittelpunkt stellen: Selbst hartnäckiger Regen tat der Gemütlichkeit keinen Abbruch.
Schilcher und Steinpilzeis
Während Voves und Schützenhöfer mit dem Wiener Landtagspräsidenten Harry Kopietz auf die steirisch-wienerische Eintracht anstoßen, ist man im Dorf anderer Meinung. Nämlich, dass sich Wiener und Steirer im Grunde nicht gar so gut verstünden. Aber: "Der Wein hilft", sagt Luise Jöbstl, Winzerin aus Wernersdorf in der Südweststeiermark. Sie und ihr Mann bringen zur Völkerverbindung Schilcher mit. Also jenen Wein, bei dessen erstem Schluck viele das Gesicht verziehen, weil die Säure doch eher markant ist. "Das erste Achterl muss man austrinken. Und dann animiert gerade die Säure, die zuerst abstoßend war, zum Weitertrinken", erzählt Jöbstl.
Neben den weiß-grünen Weingegenden kommt man am Wiener Rathausplatz auch der steirischen Milchstraße auf die Spur. Als Verein vertreiben heimische Betriebe von Blauschimmelkäse bis zu Kernöl- und Steinpilzeis Milchprodukte aller Art.
Entscheidet man sich allerdings für einen klaren Kopf und Sport statt Schlemmen, wird man in der steirischen Krakau fündig. Auf über 1000 Meter Seehöhe leben 1560 Menschen und 2800 Kühe und Hühner zwischen Bergseen und Wäldern und atmen, so prahlt die Werbebroschüre, "die beste Luft Österreichs". Natur auf Tuchfühlung wollen auch die Naturparks verkaufen. Bernhard Stejkal vom Verein der Naturparks wirbt: "Man muss nicht immer Skifahren, man kann auch im Schnee wandern."
Das Steiermarkdorf ist noch bis Sonntag geöffnet.




























