Bezirks- und Gemeindesuche
Kein Storchenhorst neben Fliegerhorst
Storchenhorst in Zeltweg wurde am Faschingdienstag auf Antrag des Bundesheeres entfernt. Berg- und Naturwacht ist erzürnt.

Foto © PrivatStörche in Zeltweg gefährden laut Bundesheer die Flugsicherheit
Ich habe mir am Anfang gedacht, es handelt es sich um einen Faschingsscherz", so Franz Eregger, Ortsstellenleiter der Berg- und Naturwacht Weißkirchen. Dem war aber nicht so: Am Faschingdienstag wurde ein Storchennest in der Nähe des Fliegerhorsts in Zeltweg entfernt. Eregger wohnt in der Nähe und beobachtete verärgert die Maßnahme: "Ich war richtig in Rage."
Er befürchtet, dass Meister Adebar komplett aus Zeltweg und Umgebung verbannt werden soll, denn ein Angehöriger des Militärkommandos habe dies so kundgetan.
Der Horst wurde im Vorjahr auf einem Mobilfunkmasten errichtet, derzeit ist er unbewohnt, da die Weißstörche in der Regel im Winter in südlichen Gefilden ein Quartier suchen. Nur Hansi und Lisa, das berühmte Storchenpaar aus der Region, überwintern auch in Zeltweg. Liebevoll betreut werden die beiden von Monika Tielitz, die die Störche im Winter füttert. Sie sieht die Aktion gelassener: "Ich verstehe, dass der Horst in unmittelbarer Nähe des Bundesheeres ein Problem ist." Ihr Augenmerk liegt vor allem auf Hansi und Lisa, mit dem Militär gebe es eine gute Zusammenarbeit.
Das Bundesheer war es auch, das den Antrag stellte, den Storchenhorst beseitigen zu dürfen, wie Peter Frank von der Naturschutzabteilung des Landes auf Anfrage der Kleinen Zeitung mitteilt. Grund für den Antrag sei die Nähe des Nestes zum Flugfeld gewesen. Schon seit Monaten bereiten die Störche in Zeltweg ja Kopfzerbrechen, da die Vögel beim Einsatz der Jets zu einer ernsthaften Gefahr werden können. Laut Frank werde eine langfristige Lösung angestrebt.

















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