Bezirks- und Gemeindesuche
Räuber mit Faschingsmaske überfiel oststeirische Bank
Bewaffneter Bankraub in St. Kathrein am Hauenstein am Freitagvormittag: Der Täter, der sein Gesicht hinter einer skurrilen Faschingsmaske verbarg, flüchtete mit Bargeld in einem roten Pkw. Verletzt wurde bei dem Überfall niemand.

Foto © Polizei
Wegen einer Sparvereinssache habe ich gerade mit der Bankkassierin telefoniert. Plötzlich hat sie ,das ist ein Überfall' gesagt und den Hörer beiseitegelegt", schildert Wirt Helfried Gesslbauer vom Gasthaus "Zum Hauenstein", das sich genau gegenüber der Raiffeisenbank St. Kathrein am Hauenstein befindet. Sofort alarmierte der Oststeirer die Polizei - und trotzdem konnte der Räuber rechtzeitig flüchten.
"Der Täter hat mit seinem Auto vor der Bank geparkt, der gesamte Überfall hat nur zwei Minuten lang gedauert", sagt Erwin Strametz vom Landeskriminalamt. Zwei Minuten, welche die 50-jährige Bankangestellte und der Kunde Peter R. (80) nicht so schnell vergessen werden. "Die Angst ist aber erst nachher gekommen. Im Moment des Überfalls kann man gar nicht nachdenken. Es ist alles so schnell gegangen", sagt der rüstige Rentner.
Seinen roten Pkw - entweder ein Mazda 121 oder ein Subaru - mit dem ungarischen Kennzeichen "HOA-013" hielt der rund 180 Zentimeter große Räuber gleich neben dem Eingang an. Mit einer falschen Nase und Brille, aufgeklebtem Bart, einer hellen, zum Pferdeschwanz gebundenen Langhaarperücke und rot-weißen Arbeitshandschuhen kam er gegen 10.10 Uhr in die Bank. Umgehängt hatte er ein silbernes Kästchen mit einem grünen, blinkenden Lämpchen - möglicherweise ein Funkgerät.
Im selben Moment wollte der 80-Jährige die Bank verlassen, was der Räuber verhinderte. "Die Kassierin hat dann zu mir gesagt, ich soll in der Bank bleiben, bis die Polizei kommt", sagt Peter R.
"Geld her, Geld her, große Scheine", forderte der Täter, und legte seinen Alukoffer auf dem Kassenpult ab. Weil ihm die 50-Jährige die Banknoten zu langsam einpackte, griff er auch selbst in die Kasse und flüchtete. Schon 2003 war die Bank überfallen worden, der Täter wurde gefasst.
Mehrere Zeugen, die das Fluchtfahrzeug bei Kapfenberg oder auch auf der A 2 gesehen haben wollen, meldeten sich bei der Polizei. "Alle Hinweise haben sich aber vorerst zerschlagen", so Strametz. Gleich nach dem Überfall nahm man mit der ungarischen Polizei Kontakt auf, vorerst aber ohne Ergebnis. Unter Tel. 059 133 60-3333 ersucht das Landeskriminalamt um Hinweise.


















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