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Bettina Vollath: Von der Pannenrätin zur Parteihoffnung
Bettina Vollath verhandelt als Finanzlandesrätin die Details zum Sparpaket des Bundes.

Foto © FUCHS Spar-Latte beim Budget wird höher gelegt: Bettina Vollath
Die Steigerung ist enorm: Ein Jahr nach ihrem Amtsantritt 2005 - damals für Bildung, Jugend, Frauen und Familie zuständig - wurde sie von der Kleinen Zeitung zur "Pannen-Landesrätin" ausgerufen. Die Quereinsteigerin Bettina Vollath (49) hatte einige Projekte vergeigt, politisch hatte sie weder im Land noch in der SPÖ Gewicht. Franz Voves, ihr Erfinder, hatte erstmals für die SPÖ den Sitz des Landeshauptmanns erobert, er war ihr einziger Protektor, in der Partei war sie nur gelitten.
Szenenwechsel: Heute, sieben Jahre später, sitzt sie selbstbewusst neben ihrem Chef und Erfinder. In der Partei ist Vollath - wenn auch nur unausgesprochen - die Nummer zwei und eine potenzielle Nachfolgerin für Voves. Und es gibt niemanden in der Landesregierung, der so ein breites Spektrum an Ressorts kennt: Nach der Bildung musste sie 2009 im Zuge einer Regierungsumbildung im roten Bereich für gut ein Jahr das Gesundheitsressort übernehmen. Abgefedert war dieser schroffe Wechsel nur durch die Kultur - Opern, Schauspiel und Tanz (auch privat) sind die großen Leidenschaften von Vollath.
Nach der erfolgreichen Wahl 2010 setzte Voves die geschiedene Mutter von drei Söhnen (22, 20, 16) auf den nächsten Schleudersitz, seither ist sie die Chefin der Landesfinanzen. Und das ausgerechnet in Zeiten von Sparpaketen: Zuerst das vom Land selbst verordnete, jetzt kommt jenes vom Bund dazu. Oder wie Voves formulierte: "Jetzt liegt die Latte noch höher." So wie es derzeit ausschaut, wird sie sie überspringen. Auch deshalb, weil ÖVP-Chef Hermann Schützenhöfer eisern zu seinem Wort mit Voves steht. Aber auch SPÖ-intern hat sich die aus bürgerlichen Verhältnissen kommende Vollath inzwischen etabliert, ist unumstritten. Hartes Arbeiten ist die Juristin und Hobbyseglerin gewohnt, Politik ist mehr als ein Vollzeit-Job: Am 2. Oktober 2005 wurde der Landtag gewählt, sie stand wochenlang voll im Wahlkampf. "Nebenbei" musste sie strebern: Acht Tage später legte sie die Anwaltsprüfung ab.
So wie es ausschaut, muss das Landesbudget 2013 ihr Meisterwerk werden, wohl auch für die parteiinterne Meisterschaft.


















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