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Neues Kurbad in Bad Aussee nimmt Form an
Der Architekturwettbewerb für das neue Kurbad in Aussee ist entschieden: Das Grazer Büro Schulz hat den Zuschlag erhalten. In einem Monat werden die Pläne offiziell vorgestellt.

Foto © SCHULZ/SEIBERL So sieht das Siegerprojekt aus: Links ein etwas abgesetzter Saunabereich, dahinter der Gebäudekomplex mit dem Bad und rechts die Appartment- und Hotelblocks
So weit wie man heute ist, war man schon einmal: Es gibt einen Sieger des Architekturwettbewerbes für das neue Bad am Lerchenreither Plateau. 2006 war das der Grazer Architekt Josef Hohensinn. Dann entschlummerte das Projekt, wurde halbiert und letztlich noch einmal komplett neu ausgeschrieben. Der Sieger des aktuellen Architekturwettbewerbes kommt ebenfalls aus Graz: Marcus Schulz hat das Gewinnerprojekt gezeichnet. Die Jury unter Vorsitz der Wiener Architektin Marie-Therese Harnoncourt hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Von 9 Uhr in der Früh bis 23.30 Uhr soll man über den fünf Vorschlägen gebrütet haben. "Das größte Entwicklungspotenzial sehen wir eben beim Siegerprojekt von Marcus Schulz", erklärt Thomas Kopfsguter, der sich als Vize-Vorsitzender der Jury der Stimme enthalten hat. "Weil ich das Projekt als Ortsbildsachverständiger von Bad Aussee weiter mittenwickeln möchte. Eines der markantesten Merkmale des neuen Projektes ist die Bergsilhouette aus den verschiedenen Dächern des Gebäudekomplexes. Die fügt sich schon sehr gut in die von Bergen umgebene Landschaft ein."
Flache Satteldächer
Das Thema Flach- und Satteldächer ist im Ausseerland bekanntlich heiß umstritten. Private dürfen keine Flachdächer errichten, für größere Gebäude wäre das laut Bebauungsrichtlinien allerdings zulässig. "Im Siegerprojekt wurde das so gelöst, dass es eine Art von flachen Satteldächern gibt", muss Kopfsguter ein wenig schmunzeln.
Die Fassaden sind großteils im typischen Ausseer Stil mit Holzvertäfelung gehalten. Allerdings muss noch nachgebessert werden: "Wir hatten auch den Anspruch, dass das Bad von Schülern benützt werden kann. Das wurde ein wenig übertrieben - für sie hat man quasi ein Bad im Bad gezeichnet. Auch der südlich gelegene Saunabereich mit den Hütten, abgesetzt vom übrigen Hauptgebäude, muss noch einmal überdacht werden", schätzt Kopfsguter.
Jetzt werden die Pläne nachgebessert - als Hürde für den Architekten hat man auch die Darstellung der Projektrealisierung von einem Generalunternehmer gefordert. Das Endergebnis wird am 16. März im Kurhaus Bad Aussee der Öffentlichkeit vorgestellt.
Features
Der Zeitplan
Am 16. März wird das Siegerprojekt der Öffentlichkeit im Kurhaus Bad Aussee vorgestellt. Der Spatenstich ist für August dieses Jahres vorgesehen.
Die Fertigstellung des neuen Kurbades ist für Ende 2013 geplant. An 350 Betriebstagen sollen rund 100.000 Besucher gewonnen werden.
Betreiber der Anlage ist das Bädermanagement GMF, das auch das Asia Spa Leoben führt. Zusätzlich gibt es ein Appartmenthotel mit 112 Betten

















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