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Verstoß gegen Statuten: Rücktritt bei Blasmusikern
Unregelmäßigkeiten in der Pöllauer Kernstockkapelle führen im Blasmusikverband zum Rücktritt des stellvertretenden Landeskapellmeisters. Eine Intrige wird dementiert. Bei den finanziellen Unregelmäßigkeiten geht es aber nur um einen Betrag von wenigen Hundert Euro.

Foto © APA | Sujet
Konsequenzen bis in die Führung des steirischen Landes-Blasmusikverbands hat der überraschende Rücktritt des Kapellmeisters der Pöllauer Kernstock-Kapelle, Anton Mauerhofer. Der Verband verliert damit auch seinen stellvertretenden Landeskapellmeister. Mauerhofer war zudem der Favorit für die im April anstehende Wahl zum Landeskapellmeister.
Nun legte Mauerhofer mit einem Schlag alle seine Funktionen sowohl in der Pöllauer Kapelle als auch auf Landesebene zurück. Offiziell begründet wird sein Rückzug mit einem "Verstoß gegen die Vereinsstatuten" in Pöllau. Intern hört man noch andere Vermutungen. Nämlich von einer Intrige, um Mauerhofer als Landeskapellmeister zu verhindern. Ausschlaggebend für den Rücktritt sollen Unregelmäßigkeiten bei Rechnungen der Pöllauer Kapelle gewesen sein, es geht aber nur um einen Betrag von wenigen Hundert Euro. "Bei gutem Willen wäre das intern zu regeln gewesen", so ein Eingeweihter.
Anton Mauerhofer dementiert diese Darstellung: "Ich habe einen Fehler gemacht und jetzt muss ich die Konsequenzen tragen." Er wisse auch von keinen Anfeindungen gegen seine Wahl. Wäre er nicht zurückgetreten, wäre er aber wegen der Angelegenheit angreifbar geworden: "Dann werden Entscheidungen vielleicht nicht fachlich gesehen, sondern mit einem Vorbehalt. Ich werde aber immer gerne nach meiner Arbeit beurteilt."
Neustart ohne Kernstock
Sowohl beim Landesverband als auch in Pöllau lobt man in der Nachschau die Tätigkeit Mauerhofers, der seit 1999 Kapellmeister war. Obmann Siegfried Rohrhofer will die Situation für eine Neustrukturierung der Kernstock-Kapelle nutzen. Dabei soll auch ein neuer Name für den Musikverein gefunden werden, für den bisher der deutschtümlerische Dichterpriester Ottokar Kernstock Pate stand. Rohrhofer: "Das ist nicht mehr zeitgemäß."


















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