Bezirks- und Gemeindesuche
Dilemma
Der Trend scheint sich nicht aufhalten zu lassen: Wie ein Magnet zieht Graz die Wohnbevölkerung aus den (ober-)steirischen Bezirken ab. Dort lässt die demografische Ausdünnung die Infrastruktur bröckeln, die Regionen werden folglich noch weniger attraktiv, was die Landflucht weiter anheizt.
Die Politik tut, was anhand knapper Kassen naheliegt: Schulstandorte werden geschlossen, Ämter zusammengelegt, kurz: Die Infrastruktur wird an die Wirklichkeiten angepasst - wohl wissend, dass solche Maßnahmen die Abwanderung in Richtung Ballungsraum nicht unbedingt bremsen werden.
Eine echte Alternative dazu ist allerdings nicht in Sicht. Mit den Möglichkeiten einer Stadt wird es eine ländliche Region niemals aufnehmen können. Bleibt die Politik stur und pumpt blind und gegen alle Trends Geld in die Randlagen, droht sie am Ende, auf Projekten mit chronischem Dauerabgang sitzen zu bleiben.
Statt vieler Zuwanderer lässt sich in der betroffenen Gemeinde dann nur einer nieder: der Pleitegeier.
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guenter.pilch@kleinezeitung.at

















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