Bezirks- und Gemeindesuche
Luftkampf gegen Terror
Luftraumüberwachungsübung "Amadeus11": 2000 Soldaten sind im Einsatz. Unterstützung gibt es aus Deutschland und der Schweiz.

Foto © Bundesheer | GrebienVon Eurofighter, Saab 105, C-130 Herkules (Bild) und PC-7 Propellerflugzeugen über die Hubschrauber der Typen Black Hawk und Alouette - alle Luftfahrzeuge des österreichischen Bundesheeres sind bei der Übung gefordert
Knapp 2000 Soldaten - Luftstreitkräfte und Bodentruppen - sind bis Freitag, dem 23. September, bei der größten österreichischen Luftraumüberwachungsübung namens "Amadeus11" in diesem Jahr im Einsatz. Details dazu verriet am Donnerstag in Salzburg Brigadier Karl Gruber, Kommandant der Luftstreitkräfte: "Seit einem halben Jahr wird diese Großübung vorbereitet, seit einer Woche im Übungsraum und in den Militärkommanden Nieder- und Oberösterreich, Salzburg und Steiermark. Annahme ist eine akute Terrorbedrohung der Ölindustrieanlagen."
Von Dienstag bis Donnerstag kommender Woche ist eine Live-Übung als praktischer Höhepunkt geplant. Dabei werden alle derzeit in Österreich eingesetzten Luftfahrzeugtypen zum Einsatz kommen und auch Flugzeuge der deutschen und Schweizer Luftwaffe, die als "verdächtige Flugobjekte" agieren. "Eine Herausforderung für unsere Piloten wird es sein, verdächtige Flugzeuge im Umfeld der Zivilluftfahrt herauszufiltern", so Gruber, der überzeugt ist, dass sich Österreich im internationalen Vergleich nicht verstecken muss: "Wir sind nicht die Royal Air Force, aber mit uns vergleichbare Staaten beneiden uns."
Mit dabei sind auch die Eurofighter, die allerdings keine Überschallflüge durchführen werden. "Diese Flüge werden ab 26. September geübt", erklärte Gruber. Starten werden die Eurofighter von Zeltweg aus, Hubschrauber in Aigen. "Geflogen wird von 8 Uhr bis Mitternacht, wobei die Belastungen für die Bevölkerung so gering wie möglich gehalten werden sollen", versicherte Gruber. Die Bodentruppen kommen von der 7. Jägerbrigade aus Kärnten und der Steiermark, aber auch aus Niederösterreich, dem Burgenland und dem Jagdkommando. Die Kosten der Übung: 500.000 Euro.
Und der Kommandant, der die Übung aus dem Bunker der Einsatzzentrale in St. Johann im Pongau leitet, verriet auch etwas zur Zukunft der steirischen Fliegerhorste: "Graz Thalerhof wird spätestens in zwei Jahren geschlossen. In Aigen geht es sicherlich erst einmal bis 2020 weiter. Und Zeltweg steht überhaupt nicht zur Diskussion."

















-Anzeigen


