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Die teuren Nachfolger der Glühbirne
Ab heute gilt in den EU-Ländern das Herstellungs- und Importverbot der 60-Watt-Glühbirne. Die Nachfolge kann teuer werden: Preise von Energiesparlampen steigen teils um bis zu 20 Prozent.

Foto © APASeit 1. September gilt ein Herstellungsverbot der 60-Watt-Glühbirne
Man findet sie am späten Nachmittag häufig knapp über dem Boden und etwas weiter hinten im Regal, fein sortiert in Reih und Glied. Ihre Kameraden an vorderster Front fielen bereits zahlreich den zielstrebigen Fingern der Glühbirnennostalgiker zum Opfer. "Die Nachfrage nach den 60-Watt-Birnen hat sich in den letzten Wochen etwa vervierfacht", erklärt Melanie Weigl, Verkäuferin beim Elektrofachmarkt Saturn. "Heute haben Leute sogar schon angerufen und gefragt, ob wir noch Glühbirnen haben." Ihr Kollege Peter Haubenwaller ergänzt: "Der Andrang ist aber nicht so stark wie noch vor einem Jahr, als der Vertrieb der 100-Watt-Birne auslief. Obwohl die 60-Watt-Birne eigentlich die gängigste im Haushalt ist." Haubenwaller führt dies auf die längst Einzug haltende Anpassung des Kundenkaufverhaltens an. Energiesparlampen und Leuchtdioden (LED) liegen im Trend und haben den Energieverschwender Glühbirne schon vielfach ersetzt.
Christine Dressler-Korp, Obfrau des Landesgremiums "Elektro- und Einrichtungsfachhandel" der steirischen Wirtschaftskammer, denkt noch einen Schritt weiter: "Ich glaube, dass auch die Energiesparlampen nur eine Übergangslösung darstellen. Früher oder später werden alle Kunden auf LED-Technologie setzen." Zurzeit ist es vor allem eine finanzielle Frage, die die Kunden zu etablierter Technologie greifen lässt. Für eine, in Bezug auf die Leuchtstärke, vergleichbare LED-Lampe zahlt man im Handel den dreifachen Preis einer Glühbirne. Auch wenn Experten nicht müde werden, auf die langfristige Ersparnis der modernen Leuchten hinzuweisen.
In Deutschland ließ gestern der Leuchtmittelhersteller Osram aufhorchen. Mit heutigem Datum erhöht das Münchner Unternehmen den Preis für Energiesparlampen um 20 Prozent. Der Grund sei der steigende Rohstoffpreis, heißt es seitens des Vorstandes. Der niederländische Weltmarktführer Philips soll am 1. Oktober nachlegen, berichtete die Deutsche Presse Agentur. Betroffen werden davon auch die Steirer sein. Christine Dressler-Korp: "Neben Sylvania sind Philips und Osram die meist nachgefragten Anbieter."
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Preise von Energiesparlampen steigen teils um bis zu 20 ProzentFoto © APA



















