Bezirks- und Gemeindesuche
Eine dicke Wurst für Lebensretterin Wendie
Die Suche nach einem abgängigen Obersteirer im Bezirk Leoben war durch die Spürnase der Schäferhündin Wendie und Hundeführerin Elfriede Haller von Erfolg gekrönt.

Foto © PrivatHündin "Wendie" fand den Mann
Die achtjährige Schäferhündin Wendie rettete in der Nacht auf gestern gemeinsam mit ihrem Frauerl Elfriede Haller, Staffelführerin der Österreichischen Rettungshundebrigade Leoben, einem 52-jährigen Obersteirer aus dem Bezirk Leoben das Leben. Der gesundheitlich angeschlagene Mann war Montag früh wie immer zu einem Spaziergang mit seinen Walking-Stöcken aufgebrochen, kehrte von diesem aber nicht mehr nach Hause zurück. Suchaktionen der Angehörigen blieben erfolglos, und so verständigte schließlich gegen Mitternacht die Ehefrau die Polizei, weil sie einen Unfall ihres Mannes befürchtete. An der anschließenden Suchaktion beteiligten sich Beamte der Polizeiinspektion St. Michael, die Diensthundestreife "Tasso-Nord" und die Rettungshundebrigade Leoben.
Glücksgefühl
Nach etwa drei Stunden intensiver Suche wurde der erschöpfte, aber noch ansprechbare Abgängige, der sich vermutlich ausrasten wollte, in einem Schuppen von Wendie aufgespürt und konnte gerettet werden. "Als wir den Mann gefunden haben, war das ein sehr emotionaler Moment, und ich verspürte ein starkes Glücksgefühl", erzählt Elfriede Haller, die stolz auf ihre doch schon etwas betagte Schäferhündin ist.
"Für mich und Wendie war es nach insgesamt etwa 40 Einsätzen die erste Lebensrettung, und das ist schon etwas ganz Besonderes", freut sich Haller, die seit 15 Jahren bei der Österreichischen Rettungshundebrigade in Leoben tätig und seit zehn Jahren Staffelführerin ist. Die Lebensrettung sei für sie so etwas wie der Lohn für die jahrelange, aufwendige und zeitintensive Arbeit mit den Hunden, die ihr großes Hobby und ihre Leidenschaft sind. Für die erfolgreiche Suche macht Haller in erster Linie das gute Zusammenspiel und die Erfahrung mit ihrer Hündin Wendie verantwortlich. Die vierbeinige Lebensretterin ging freilich auch nicht leer aus und bekam am Ende ihre verdiente Belohnung: eine dicke Wurst.


















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