Bezirks- und Gemeindesuche
Wunschkonzert für AUA-Boss
Für die AUA gibt es einen neuen Verkaufskoordinator. Aber der Käpt'n fehlt am Steuerruder. Er warf das Handtuch.

Foto © APAAUA-Vorstände Peter Malanik und Andreas Bierwirth
Heftige Turbulenzen beuteln das oberste Management der AUA. Die an die Lufthansa notverkaufte Fluglinie hat ihre liebe Not. Der für die Steuerung der Vorstandsetage vorgesehene Lufthansa-Manager Thierry Antinori hat den Umkehrschub eingelegt, kurzfristig abgesagt.
Lufthansa-Chef Christoph Franz, der zu Jahresanfang dem Oberösterreicher Wolfgang Mayrhuber folgte, wurde vom Abflug Antinoris überrascht. Ein Lufthansa-Kenner sagt dazu: "Man war perplex."
Jetzt wird - gemeinhin sagt man fieberhaft - nach einer Lösung gesucht, es muss jemand aus der Lufthansa sein. Oder aus der Swiss, die ebenfalls zu Lufthansa gehört. Denn die Lufthansa bestimmt, wie es mit der AUA weitergehen muss. Das klare Ziel: 2011 muss ein Gewinn her. Im Vorjahr stand ein Verlust von knapp 65 Millionen Euro in der Bilanz. Dazu braucht es eine strenge Hand.
Verlockenderes Angebot?
Über die Gründe von Antinori wird vielfältig spekuliert, es gibt von ihm keine Stellungnahme. Also: Hat er ein verlockenderes Angebot? Man spricht von Air France oder Air Berlin. Die könnte wieder eine Verbindung zu Österreich schaffen, Air Berlin ist an Niki Laudas fly niki beteiligt. Es gibt aber wohl eine Konkurrenzklausel. War Antinori verschnupft, weil er in den Vorstand der Lufthansa wollte? War die Besetzung in Wien nicht der erwünschte Aufstieg?
Oder hatte er ganz einfach keine Lust, sich die Leitung der AUA mit den Vorständen Peter Malanik und Andreas Bierwirth zu teilen? Auch für beide ist die Situation nicht angenehm.
Sie erhalten aber Unterstützung. Wolfgang Schmidt, seit mehr als 30 Jahren in der Lufthansa, wird General Manager für Schweiz, Liechtenstein, Österreich und Slowakei. Er steuert die Vertriebsaktivitäten für die Lufthansa in Zusammenarbeit mit der AUA und der Swiss.
Der AUA-Betriebsrat spielt Wunschkonzert. Vorsitzender Alfred Junghans möchte den pensionierten Lufthansa-Chef Mayrhuber gern als AUA-Käpt'n sehen. Sicher nicht die Realität, Mayrhuber, zuvor mächtiger Boss, wird sich nicht gern etwas anschaffen lassen.



















