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Von den Sternen geleitet
Die Heiligen Drei Könige gingen dem Stern nach. Oder nicht? Jedenfalls ist jetzt die beste Zeit für einen Blick in den Sternenhimmel._

Foto © APA
Wenn dieser Tage die Sternsinger durch die Orte gehen, wird man wieder an das Fest der Heiligen Drei Könige erinnert. Sie sollen einem Stern nachgegangen sein, um dem neugeborenen Jesus zu huldigen.
Doch ist ein realer Stern gemeint? Bis heute ist nicht klar, ob es damals wirklich ein außergewöhnliches Himmelsereignis (Sternexplosion?) gegeben hat, ob einfach mehrere Planeten knapp nebeneinanderstanden oder ob der Begriff "Stern" nur symbolisch gemeint ist. Wie auch immer. Zu dieser Jahreszeit ist der prächtigste Sternenhimmel des Jahres zu sehen. Auffällige Sternbilder (rot gezeichnet) finden sich im Süden am späteren Abend in Hülle und Fülle. Besonders bemerkenswert ist das Sternbild Orion.
Der Stern Sirius links darunter ist der hellste Stern des Sternenhimmels, obwohl er gigantische 81 Billionen Kilometer entfernt ist (hinter 81 stehen zwölf Nullen). Er ist Teil des Winter-Sechsecks, das die auffälligen Sterne Capella, Aldebaran, Rigel, Prokyon, Kastor und Sirius verbindet. Sirius ist ein junger Stern, er entstand erst vor 240 Millionen Jahren und ist etwa doppelt so groß wie unsere Sonne. Ihn begleitet ein kleiner (nicht sichtbarer) Stern. Vielleicht war er ja Wegweiser für die "Weisen aus dem Morgenland".
Eingezeichnet ist in der Grafik auch die Ekliptik: Entlang dieser Linie stehen die Planeten, wenn sie sichtbar sind (derzeit nicht). Gut zu sehen ist auch die Milchstraße, eine Art feine Wolke aus Milliarden von Sternen. Größte Vorteile im Winter: Die Luft ist meist sehr klar, die Sternenpracht entfaltet sich schon am Abend. Allerdings erkauft man sich das mit der Kälte.























