Bezirks- und Gemeindesuche
"Feinstaubwerte sind signifikant hoch"

Foto © STADT/FISCHER Werner Prutsch ist Leiter des Grazer Umweltamtes
Herr Prutsch, spielt die Knallerei zu Silvester für die Luftgüte überhaupt eine Rolle?
WERNER PRUTSCH: Auf jeden Fall. Es gibt, beziehungsweise gab, zwei große Jahresspitzen: zu Ostern und zu Silvester. Da sind die Feinstaubwerte signifikant hoch. Das Problem mit den Osterfeuern wurde mittlerweile weitgehend entschärft. Das sind jene seltenen Tage, an denen Graz einen Schadstoff-Import hat.
Und zum Jahreswechsel? In Graz und Leoben ist bis auf das große Feuerwerk der Stadt doch jedes andere verboten?
PRUTSCH: Die Gemeinde ist nebensächlich. Was zu Silvester passiert, das ist zu 90 Prozent verboten. Aber die Kontrolle ist ungleich schwerer. Bei einem Osterfeuer lässt sich der Brandplatz nicht verstecken, außerdem brennt es länger. Zu Silvester hingegen ist alles binnen kürzester Zeit vorbei.
Demnach bringt ein "Raketenverbot" herzlich wenig?
PRUTSCH: Ja, weil man nicht in jedem Hof einen Polizisten zur Kontrolle postieren kann. Das wird in Zukunft nicht anders sein. Und ein generelles Verbot des Verkaufes von Raketen etc., dafür gibt es von Bundesseite kein Interesse.



















