Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
  • Zur Kärnten-Ausgabe
  • 03. September 2014 04:27 Uhr | Als Startseite
    Neu registrieren

    Bezirks- und Gemeindesuche

    Zwei Verletzte nach Unfall mit Lkw Andreas Gabalier präsentiert "Die Volks-Rock'n'Roll-Show" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Steiermark Nächster Artikel Zwei Verletzte nach Unfall mit Lkw Andreas Gabalier präsentiert "Die Volks-Rock'n'Roll-Show"
    Zuletzt aktualisiert: 28.11.2010 um 21:00 UhrKommentare

    Pflegeregress: "Das ist erniedrigend"

    Pflegeregress-Wiedereinführung schockt die Steirer: Pflegeprüferin Renate Salvenmoser erklärt, woran es im System tatsächlich krankt.

    Pflegeprüferin Renate Salvenmoser: "Teilweise werden Menschen zur Ware! Einige Manager wollen nur, dass ihre Heime voll sind"

    Foto © Reuters/SujetPflegeprüferin Renate Salvenmoser: "Teilweise werden Menschen zur Ware! Einige Manager wollen nur, dass ihre Heime voll sind"

    Die Pflegekriterien sollen strenger gehandhabt werden: Wird es zu einer Verschlechterung für die Pflegepatienten kommen?

    RENATE SALVENMOSER: Nein! Diese Vorgabe gibt es schon länger.

    Was ist aber so faul am aktuellen System, dass es immer wieder zu Beschwerden kommt?

    SALVENMOSER: Teilweise werden Menschen zur Ware! Einige Manager wollen nur, dass ihre Heime voll sind. Sie machen dann Menschen pflegebedürftiger als sie sind. Das ist erniedrigend.

    Und die Familien?

    SALVENMOSER: Es kommt gar nicht so selten vor, dass die Oma ins Heim muss und ihr gesagt wird, es sei nur für 14 Tage. Aber die Verwandten holen sie nicht mehr ab. Es heißt dann, der alte Mensch sei halt dement. Dabei ist es manchmal nur eine Schwächephase nach einer Operation. Dann aber sind alle Brücken abgebrochen, die Wohnung ist weg. Wissen Sie, was das für den Menschen bedeutet?

    Wären verschiedene Arten von mobilen Betreuungsdiensten manchmal die bessere Lösung statt der Einweisung ins Pflegeheim? Vor allem, wenn sich der Pflegebedürftige erholt?

    SALVENMOSER: Wenn man mobile Betreuung der stationären Betreuung vorzieht, dann können sich die Menschen diese Betreuung oft nicht leisten. Eine weitere Schwäche des Systems.

    Wird tatsächlich so viel Schindluder mit dem Leid alter Menschen getrieben?

    SALVENMOSER: Ja. Das sehe ich durch meine Erfahrung als Amtssachverständige. Zum Beispiel dürften Pflegeheime, wenn der Personalschlüssel unterschritten wird - das ist fast überall der Fall - nicht mehr die volle Vergütung erhalten.

    Gibt es nicht auch strukturelle Probleme in der Steiermark, die Pflegebedürftige verzweifeln lassen? Etwa monatelange Wartezeiten auf Prüfungen?

    SALVENMOSER: Man muss sich jeden Einzelfall anschauen. Aber wir haben ein großes Strukturproblem. In jeder Bezirkshauptmannschaft gibt es einen Amtstierarzt - genauso müsste es einen Pflegeaufseher geben.

    Man hört immer wieder, dass es bei vergleichbaren Fällen unterschiedliche Einschätzungen beim Pflegegeld gibt.

    SALVENMOSER: Einige stufen restriktiver ein. Oft ist es nicht nachvollziehbar, warum und wie eine Pflegegeldeinstufung erfolgte. Wir haben 17 Bezirke und 17 Arten wie alles funktioniert.

    Wie könnte man das ändern?

    SALVENMOSER: Wir bräuchten ein zentrales Pflegereferat. Wir haben auch keine ausreichende Planung, wo wir welche Häuser brauchen. Außerdem müsste es in Sachen Bezahlung einheitliche Kriterien geben: Es darf nicht sein, dass Pflegeheime einen Fensteraufschlag verlangen.

    Erhalten Pflegebedürftige und Verwandte ausreichend Infos?

    SALVENMOSER: Für Betroffene, die schnell Infos brauchen, ist es oft ein Chaos. Wir bräuchten Servicestellen, ein Pflegetelefon sowie spezielle Landkarten, auf denen verzeichnet ist, wo es welche Betreuung gibt. Und eine zentrale Koordination und Vermittler, die helfen.

    INTERVIEW: DIDI HUBMANN

    Mehr Steiermark

    Mehr aus dem Web

      Steirer des Tages

      Der König und die Dame
      Kennen Sie auch jemanden, der Besonderes leistet? Dann schreiben Sie uns!

      KLEINE.tv

      Die lange Schul-Einkaufsliste

      Auf etwa 50 Produkte schätzen Kathrin und Jasmin ihre Einkaufsliste, mit...Noch nicht bewertet

       

      Aktuelle Fotoserien

      Ramesh Nair übte mit Kindern eine Choreografie ein 

      Ramesh Nair übte mit Kindern eine Choreografie ein

       


      Blumenschmuckbewerb 2014

      Die rund 38.000 Teilnehmer bei der 55. Ausgabe der "Flora" ließen das Land aufblühen. Die Sieger wurden am Donnerstag in Krieglach gekürt.

      Gefahren-Atlas Graz

      Großes Echo auf unseren Aufruf: Leser der Kleine Zeitung sagen, welche Kreuzungen in der Stadt sie für gefährlich halten. Mit Ihrer Hilfe werden wir den Gefahrenatlas des Grazer Verkehrsnetzes laufend erweitern und aktualisieren.

      187 Mal keine Toleranz für Temposünder

      FUCHS

      Allein in der Landeshauptstadt sind 121 "Null-Toleranz-Routen" eingetragen. Die Kleine Zeitung hat die geheime Liste wo es kein Pardon mehr für Temposünder gibt.

       


      Die besten Forschungsprojekte

      contrastwerkstatt - Fotolia

      Die Kleine Zeitung präsentiert in Kooperation mit den fünf steirischen Universitäten, den beiden Fachhochschulen, den zwei Pädagogischen Hochschulen und Joanneum Research die besten steirischen Forschungsprojekte.

      Steirische Strukturreform

      APA

      Die Landesspitze baut die Gemeindestruktur massiv um. Im Jahr 2015 soll es von den derzeit 539 nur mehr 285 Gemeinden geben.

      3D-Rundgang durch die Steiermark

      http://www.3dpanorama.at/

      Wollen Sie die Steiermark mit ihren Sehenswürdigkeiten, Städten und Kirchen einmal aus einer ganz anderen Perspektive erleben? Dann unternehmen Sie doch einen 3D-Rundgang durch die grüne Mark!

      Babyfotos

      Steirer helfen Steirern

      Mit "Steirer helfen Steirern" unterstützen wir gemeinsam mit unseren Leserinnen und Lesern Landsleute in Not.
      Das Spendenkonto:
      Steiermärkische Bank und Sparkassen AG, Konto: 170001, BLZ: 20815

       
      Auch Ihr Foto soll hier erscheinen? Schicken Sie es uns via Upload!
       

      Hochzeitsfotos

       
      Sie haben auch eine Meldung? Werden Sie Leser-Reporter und schicken Sie uns Ihre Texte!
       

      Todesanzeigen

      Todesanzeigen aller steirischen Bezirke.

      Für Sie da

      Foto: Helmut Lunghammer

      So erreichen Sie die Ombudsmann-Redaktion:

      • Tel.: (0316) 875-4910
      • Fax: (0316) 875-4904

      E-Mail

       

      Leserfotos

       
      Auch Ihr Foto soll hier erscheinen? Schicken Sie es uns via Upload!
       

      Wallpaper

       

      Verkehrsmeldungen

      Foto: ÖAMTC
       

      Prospekte



      Seitenübersicht

      Zum Seitenanfang
      Bitte Javascript aktivieren!