Bezirks- und Gemeindesuche
"Kein Interesse an einer Verländerung"
Steirische Lehrervertreter stimmen Josef Prölls Vorschlag nicht zu.

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In der Debatte um die Zuständigkeit für die Lehrer - Bund oder Länder - stellen sich auch steirische Bundeslehrervertreter gegen den Vorschlag von Vizekanzler Josef Pröll, die Kompetenzen für alle Lehrer den Ländern zu übertragen (und nicht mehr zwischen Bundes- und Landeslehrern zu unterscheiden). "Von den Bundeslehrern gibt es kein großes Interesse an einer Verländerung", so Johann Adam, Vorsitzender der Gewerkschaft der AHS (Allgemeinbildende Höhere Schulen). "So würden wir ja auch mit den Problemen der Pflichtschulen konfrontiert werden." Der Christgewerkschafter will "darüber reden, wie Unterricht stattfinden soll, nicht über die Organisation".
Auch Franz Dorrer, der Vorsitzende der Gewerkschaft der BMHS (Berufsbildende Mittlere und Höhere Schulen), distanziert sich von Prölls Vorschlag. "Man muss sich natürlich die Details anschauen. Aber prinzipiell halte ich nichts von einem geteilten Schulwesen", sagt er.
Jürgen Rainer, Vorsitzender der Bundessektion der BMHS-Lehrer in der GÖD, hatte sich "schockiert" über den Vorschlag einer Verländerung gezeigt. "Dass dabei 40 bis 50 Milliarden Euro eingespart werden sollen, kann nicht sein", erklärt der Christgewerkschafter. Er verweist auf Deutschland: "Dort sind die Dienstrechte der Länder teils nicht mehr kompatibel." Verärgert ist Rainer über Prölls Stil. "Ich verstehe nicht, warum es parallel zu unseren Gesprächen mit Ministerin Schmied so eine Pressekonferenz geben muss."




















