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Futter für das Sparschwein
Weltspartag ist und Hunderttausende Steirer werden wieder die Banken stürmen: Um sich ihren Sparwillen belohnen zu lassen.

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85 Jahre hat der Weltspartag mittlerweile auf dem Buckel, seiner Attraktivität scheint das allerdings keinen Abbruch zu tun: In den nächsten Tagen werden wieder Hunderttausende Steirer in Bank- und Sparkassenfilialen pilgern, um sich fürs Sparen auch einmal belohnen zu lassen.
Allein Raiffeisen verzeichnete im Vorjahr in der Steiermark "200.000 Kundenkontakte, 200 Millionen Euro wurden innerhalb von drei Tagen eingelegt", rechnet Pressesprecher Markus Simmerstatter vor. Drei Tage? Richtig: Vielfach ist der Weltspartag längst zur Sparwoche mutiert - bei Raiffeisen beispielsweise gibt es von Mittwoch bis Freitag volles Programm.
Das gleich mit einer "Langen Nacht des Sparens" beginnt. Am Mittwoch sind die Raiffeisenbanken bis mindestens 20 Uhr offen, dazu gibt's Verkostungen, Musik, Ausstellungen . . . Und natürlich - das aber über alle drei Tage - spezielle Sparwochen-Angebote.
Welche Bedeutung der Weltspartag heute noch hat? "Eine große", da sind sich Simmerstatter und Rudolf Warga von der Steiermärkischen einig. Nicht zuletzt wegen der Geschenke, die vor allem, aber nicht nur die Kleinen freuen. Auch ältere Kunden legen erfahrungsgemäß Wert auf ein kleines Danke für ihre Treue, weiß Warga. An der Praxis, zum Weltspartag alles Mögliche zu offerieren, wird deshalb also nicht gerüttelt.
Die Kunden wissen's zu schätzen. An die 100.000 werden bei der Steiermärkischen erwartet. Und sie holen nicht nur ab: Im Vorjahr wurden rund um den Weltspartag etwa 80 Millionen Euro angespart, heuer rechnet man mit "ungefähr gleich viel".
Auf tatsächlich einen Weltspar-Tag, nämlich den Freitag, beschränkt sich die steirische Hypo. Dafür bekommt dieser eine "besondere Erlebnisdimension", verspricht Vorstandsdirektor Bernhard Türk. Es gibt "steirische Kostbarkeiten und Köstlichkeiten" aus der Region (heuer von oststeirischen Betrieben), ein eigenes Sparbuch und "ethisch-nachhaltige" Investments. Übrigens: Im Vorjahr gab die Hypo Steiermark rund 23.000 Weltspartagsgeschenke aus.
Features
Fakten
. . . dass der Weltspartag auf dem 1. Internationalen Sparkassenkongress 1924 in Mailand beschlossen wurde? Seit 1925 gibt es ihn bei uns.
. . . dass heute auch beim Sparen gespart wird? Derzeit sind's durchschnittlich neun Prozent vom Einkommen, die weggelegt werden, im Vorjahr waren es noch zwölf Prozent.
. . . dass der Österreicher im Schnitt 165 Euro monatlich auf die hohe Kante legt?
. . . dass die Vorarlberger mit 187 Euro die Sparsamsten sind, außerdem die Tiroler, Burgenländer und Oberösterreicher überm Bundesschnitt liegen?
. . . dass die Steirer mit 155 Euro das Schlusslicht bilden?
. . . dass das Sparbuch als Sparform am besten zieht?
. . . dass den Sparern der Notgroschen und die Altersvorsorge am wichtigsten sind?




















