Bezirks- und Gemeindesuche
Kurt Fleckers letzte Rede
Der Paradelinke der SPÖ ging in Pension: Landtagspräsident Kurt Flecker nahm Abschied, und man nahm Abschied von ihm.

Foto © ScheriauKurt Flecker
Den Schlussstrich unter ein langes politisches Leben zog Kurt Flecker (SPÖ), der am Donnerstag als Landtagspräsident "das letzte Kapitel seiner Gleitzeitpension" beschloss, wie ÖVP-Klubchef Christopher Drexler humorig anmerkte. Drexler und Flecker waren politische Gegner, aber einander in Respekt, fast Freundschaft verbunden. Drexler dankte ihm am Donnerstag für "die mannigfachen zu Widerspruch anregenden Beiträge der vergangenen Jahre". Der Dank, den ihm Nachfolger Manfred Wegscheider noch zukommen lassen wollte, kam zu spät - gleich nach seinen eigenen Abschiedsworten verließ Flecker den Saal.
Voves hörte mit steinernem Gesichtsausdruck zu
Zuvor hatte das Urgestein der SPÖ Abschied genommen von allen, die ihn in den vergangenen 35 Jahren, die er indirekt (als Mitarbeiter von Ex-Finanzlandesrat Christoph Klauser) und direkt (als Abgeordneter, Klubobmann, Landesrat und Landtagspräsident) im Landtag verbracht hatte, begleiteten - privat wie politisch.
Politisch von Klauser, Ex-Soziallandesrat Erich Tschernitz, "der durch seine Bescheidenheit und Menschlichkeit ein Symbol für ehrliche Sozialpolitik war" und Ex-SPÖ-Chef Peter Schachner, "mit dem ich zwar sehr oft verschiedener Meinung war, aber dessen Persönlichkeit, Intelligenz und Ehrlichkeit Respekt und Hochachtung verdient".
Er wisse, dass er alles, was er geworden sei, "vor allem auch meiner Partei" zu verdanken habe. Er habe diese immer geliebt und kritisch beobachtet, und gesagt, was er sah. "Ich bedanke mich bei all jenen, die mir in dieser Zeit ehrliche Freunde oder ehrliche Gegner gewesen sind. Beides über alle Parteigrenzen hinweg."
SP-Chef Franz Voves hörte mit steinernem Gesichtsausdruck zu. Fleckers letzter Satz dazu: "Weiter will ich auf Personen oder Personengruppen nicht eingehen. Was zu sagen war, ist gesagt."

















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