Bezirks- und Gemeindesuche
Hagel zog über 6500 Hektar eine Spur der Verwüstung
Unwetter zogen am Freitag über die Steiermark, Vorarlberg und das Burgenland. Laut Hagelversicherung sind alleine in der Steiermark 6.500 Hektar landwirtschaftlicher Flächen zum teil massiv beschädigt worden.
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Der Boden bedeckt von grünem Laub, die Äste dafür nackt und kahl. So zeigte sich gestern Mahrensdorf im Bezirk Feldbach nach dem Hagelgewitter von Freitagabend. "25 Minuten hat es gewütet. Unvorstellbar", ist Heidi Weiß noch immer fassungslos. Die Landwirtin ist eine der vielen Geschädigten aus dem Ortsteil von Kapfenstein.
In ihren Weingärten reifen die Trauben für das bekannte Weingut Winkler-Hermaden. Weißburgunder, Ruländer, Zweigelt. "Alles kaputt", seufzt sie, während sie mit den Händen die wenigen noch an den Rebstöcken verbliebenen Beeren prüft. Nachbarin Theresia Gingl, deren Sohn ebenfalls Weinbau betreibt, pflichtet bei. "Es ist nicht nur die heurige Ernte betroffen, viele Reben wurden auch kaputt und die Stöcke treiben nicht mehr aus."
Millionenschaden
Vier Millionen Euro, so hat die Hagelversicherung errechnet, beträgt der Schaden allein in der Landwirtschaft. Kulturen auf einer Fläche von 6500 Hektar haben die Geschosse nahezu zerhäckselt: Der Mais richtet sich mit zerfransten Blättern und angeknacksten Stängeln mühsam auf, von der Trockenheit ohnehin schon ausgezehrte Kürbisse liegen niedergeprügelt am Feld, unreife Äpfel beginnen auf den Bäumen vor sich hinzufaulen.
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Foto vergrößernIm südoststeirischen Oberweißenbach fielen golfballgroße HagelkörnerFoto © Schleich
Ein Drittel seiner Apfel- und Pfirsichplantagen hat Obstbauer Johann Reindl dank der Hagelnetze ins Trockene gebracht. Für den Rest hofft er auf Geld von der Versicherung. "Aber die zahlt ja auch nur einen Teil, wenn man die Selbstbehalte einrechnet."
Die Schäden rasch melden, am besten übers Internet, rät Josef Kurz von der Hagelversicherung. Dann werden Entschädigungen auch umgehend ausbezahlt.






















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