Bezirks- und Gemeindesuche
Klare Worte für einen Ausbau der Schnellstraße
Unternehmer kämpfen weiter für Ausbau der Schnellstraße durchs Murtal und ärgern sich über Straßengegner. Auch die Arbeiterkammer will bessere Straße für Arbeitnehmer.

Foto © GEOCONSULT WIEN ZT GMBHVRVIS?Ausbau bringt mehr Sicherheit“, argumentieren Befürworter. So würde etwa das Teilstück St. Peter ob Judenburg aussehen
So mancher Unternehmer im Murtal ärgert sich über Gegner des Straßenausbaues von Judenburg bis Kärnten. Auf der Homepage pros36.at sind zahlreiche Firmen angeführt, die sich für einen Ausbau von S 36 und S 37 stark machen.
An vorderste Front der Befürworter stellt sich Heinz Bartelmuss, Chef der Firma IBS in Teufenbach. Er kritisiert, dass Gegner Schreckensszenarien von einer Transithölle verbreiten, die ein Ausbau bringen soll. "Manche wollen nicht sehen, dass der Verkehr derzeit mitten durch die Orte rollt und die Situation sich mit einem Ausbau verbessert - etwa durch Tunnels, Unterflur-trassen und Lärmschutzwände." Auch der Tourismus werde nicht gefährdet: "Am Gardasee gibt es am Süd- und Ostufer Autobahnen, auch an der Riviera - stört das den Tourismus?" Lärm und Gestank seien in 30 Jahren kaum noch ein Problem: "Die Elektro-Antriebe werden sich durchsetzen", glaubt der Teufenbacher.
Dass Straßengegner-Anwalt Matthias Göschke gegen den Ausbau mobil macht, stört Bartelmuss: "Ein Wiener Anwalt, der auf Autobahnen und Schnellstraßen bis Judenburg braust und in Wien die beste Infrastruktur genießt, will uns sagen, ob wir eine Straße brauchen."
Entlastung
Dass er selbst gegen eine Trasse durch Teufenbach war, widerspreche sich nicht: "Ich heiße nicht jede Trasse gut, aber die Asfinag hätte eine verträgliche Variante, die Orte wie Scheifling und Neumarkt sehr entlasten würde." Für Unternehmer seien gut ausgebaute Straßen auch wichtig, um gut ausgebildete Mitarbeiter in die Region zu bekommen, erklärt Bartelmuss.
Nicht nur Unternehmer, auch Arbeitnehmervertreter wollen, dass etwas geschieht. Richard Silhavy, AK Murau: "Im Interesse der Arbeitnehmer sind wir für einen Ausbau, fixieren uns aber nicht auf die Art und Weise." Alles, was Straßen sicherer mache, mache Arbeitsplätze attraktiver.
Derzeit sieht es mit einem Ausbau nicht gut aus. Das Verkehrsministerium evaluiert alle Straßenbauprojekte, damit könnte sich der S-36-Baustart von Judenburg bis Scheifling erneut verschieben (wir berichteten).

















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