Bezirks- und Gemeindesuche
Andritz sieht sich bei Ilisu-Staudamm weiterhin im Spiel
Andritz-Chef Leitner: Entscheidung in den nächsten Monaten erwartet. Für Andritz geht es um 300 Millionen Euro.

Foto © APAAndritz-Chef Wolfgang Leitner
Nachdem die Türkei nach wie vor am umstrittenen Ilisu-Staudamm festhält und nach Regierungsangaben auch die Finanzierung sichergestellt hat, sieht sich auch der steirische Turbinenbauer Andritz wieder im Spiel. Die Aufträge seien zwar nach dem Ausstieg der Exportkredit-Versicherer aus Österreich, Deutschland und der Schweiz auf Eis gelegt worden, aber wenn das Projekt fortgesetzt werde, dann werde Andritz auf jeden Fall dabei sein, sagte Andritz-Chef Wolfgang Leitner am Freitag bei der Bilanzpressekonferenz in Wien.
Wann das sein wird, traut sich Leitner nicht einzuschätzen. "Zu Ilisu habe ich es aufgegeben, zeitliche Prognosen abzugeben. Aber ich nehme an, dass es sich in den nächsten Monaten entscheiden wird." Für Andritz gehe es bei dem Projekt um eine Größenordnung von 300 Mio. Euro. Allzu sicher ist sich Leitner über über das Geschäft aber nach wie vor nicht, "es kann immer alles schiefgehen".
Nachdem sich Österreich im vergangenen Sommer aus politischen Gründen entschieden hatte, keine Staatshaftungen für die Finanzierung des umstrittenen Staudammprojektes in der Türkei abzugeben, hatte es bis vor wenigen Wochen so ausgesehen, als wäre der Deal für Andritz gestorben. Mitte Februar erklärte die türkische Regierung jedoch, man habe die Finanzierung des Projekts sichergestellt und halte weiterhin an dem Projekt fest.
International umstritten ist das Projekt unter anderem, weil dafür tausende Menschen abgesiedelt werden müssen und historische Kulturgüter zerstört werden.


















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