Bezirks- und Gemeindesuche
900.000 Euro waren plötzlich weg
Peinliche Affäre in Kapfenstein im Bezirk Feldbach: Finanzdienstleister zweigte Geld der Gemeinde Kapfenstein ab, doch es soll zurückgezahlt werden.

Foto © Weichselbraun/Sujet
Die Gemeinde ließ 900.000 Euro von ihrem Finanzdienstleister anlegen, mit der Aussicht auf mehr Ertrag. Kurz vor Weihnachten der Schock: Das Geld war weg.
Bürgermeister Franz Nell ist der Schreck darüber, dass die Gemeinde über ihr Geld nicht verfügen kann, ordentlich in die Knochen gefahren: "Ein Schock! Dabei haben wir alles richtig gemacht. Es gab ein gemeinsames Konto mit den drei Vorstandsmitgliedern und unserem Finanzdienstleister als Zeichnungsberechtigten."
Nicht zuletzt deshalb ist die Affäre auch der Bank äußerst peinlich. Und auch der Finanzdienstleister kämpft um seinen Ruf. Nell geht daher davon aus, dass das Geld, das Ende des Jahres für den digitalen Kanalkataster und die Wasserleitung gebraucht wird, rechtzeitig zurück kommt. "100.000 Euro sind schon zurück gezahlt. 800.000 sind noch offen." Nell will abwarten, was Anwalt Harald Christandl erreicht, und kein Öl ins Feuer gießen. Aber: "Hätte die Bank ihrer Sorgfaltspflicht entsprochen, gäbe es jetzt nichts zu berichten."


















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