Bezirks- und Gemeindesuche
Pyramidenspiel: Zahl der Geschädigten bei rund 400
Die Schadenssumme beträgt rund 2,5 Millionen Euro. Die Pyramidenspiele wurden vor allem im Raum Graz-Umgebung, Voitsberg und Mürzzuschlag abgehalten. Die Suche nach weiteren Geschädigten geht weiter.

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Ich habe wieder einen Zwischenbericht zu den Pyramidenspielen bekommen. Obwohl die Beamten, die ein Sonderkommando gebildet haben, noch mit Hochdruck arbeiten, - und zwar sehr produktiv und gut - sind wir bereits bei einer Schadensumme von 2,5 Millionen Euro", berichtet Staatsanwalt Hansjörg Bacher über die neuesten Entwicklungen beim Schenkkreis Chart. Wie mehrmals gemeldet, sind auch viele Teilnehmer aus dem Bezirk Voitsberg in die unerquickliche Sache involviert. "Derzeit halten wir bei 45 Beschuldigten. Weil es sich um eine komplexe Materie handelt, werde ich erst nach Vorliegen des abschließenden Berichtes entscheiden, gegen wen Anklage erhoben wird", so Bacher.
Schwerer Betrug
Alfred Valeskini von der Polizeiinspektion Voitsberg, der von Beginn an mit den Ermittlungen befasst war, schildert Details: "Die Anzeige wird sicher 5000 Seiten umfassen, bis der Endbericht fertig gestellt ist. Momentan haben wir mehr als 400 Geschädigte erfasst, wobei sich regelmäßig neue melden. Und zwar nicht nur aus der Steiermark, sondern aus den angrenzenden Bundesländern, die über das Internet und die Berichte in der Kleinen Zeitung aufmerksam wurden." Besonders nach den 13 Hausdurchsuchungen, die im September 2009 in den Bezirken Voitsberg, Graz-Umgebung und Mürzzuschlag stattgefunden haben, sei viel wertvolles Beweismaterial gefunden worden. "Das hat uns geholfen, die Verbindungen zwischen den einzelnen Pyramidenbetreibern aufzudecken. Gegen 13 Chartführer besteht der Verdacht des schweren gewerbsmäßigen Betruges mit einer Schadensumme von mehr als 50.000 Euro. Die Strafdrohung dafür beträgt ein Jahr bis zu zehn Jahre." Die Gesamtsumme von 2,5 Millionen Euro werde nicht ausreichen: "Wir haben noch eine Riesenarbeit vor uns", so Valeskini.Inzwischen wurde ein Sonderkommando mit Polizisten aus Voitsberg, von der LKA-Außenstelle Niklasdorf und in Zusammenarbeit mit der Personalabteilung des LKA mit einem Beamten aus Graz-Umgebung eingerichtet. Geschädigte, die sich jetzt noch melden, können sich übrigens mit ihren Ansprüchen beim Strafverfahren anschließen.
Zu Gerüchten, dass auch Polizisten teilgenommen hätten, meint Valeskini: "Dazu möchte und darf ich mich nach dem bisherigen Ermittlungsstand nicht äußern." Zum Erliegen ist das Pyramidenspiel noch immer nicht gekommen: Betreiber versuchen derzeit mit Klein- oder Sanierungscharts an Geld zu kommen. Statt mit 5000 oder 10.000 Euro kann man schon ab 100 Euro Einsatz mitspielen. Die Hälfe des Gewinnes soll in ein Chart-Spiel mit 1500 Euro eingezahlt werden.
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Fakten
Geschädigte, die bisher noch keine Anzeige erstattet haben, können bei der Polizeiinspektion Voitsberg unter der Telefonnummer 059133/6190, der Außenstelle Niklasdorf, sowie jeder anderen Polizeiinspektion Anzeige erstatten.

















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