Bezirks- und Gemeindesuche
Die Wahlschlacht kann beginnen
Die Parteien in Graz-Umgebung formieren sich für die Gemeinderatswahlen am 21. März. SPÖ und ÖVP liegen Kopf an Kopf, die FPÖ will das 2005-Fiasko vergessen machen, die anderen rechnen mit Zuwachs.

Foto © Reuters/Sujet
Das Aufwärmen hat begonnen. Am 21. März steigen die Gemeinderatswahlen - bis Freitag, den 12. Februar, haben die Parteien noch Zeit, Kandidaten für das Bürgermeister-Match zu nennen.
Die Ausgangslage hat es in sich: Die SPÖ zittert nach ihrer Niederlagenserie und will mit aller Kraft die knappe Nummer-eins-Position in Graz-Umgebung halten. 2005 gelang es den Roten ja, den Bezirk zu drehen. Mit 42,72 Prozent überholten sie die ÖVP (40,92). Allerdings: Die Bürgermeisterpartei sind dennoch die Schwarzen: 31 VP-Ortschefs stehen 20 roten und einem blauen gegenüber. Fünf Bürgermeister kommen von Namenslisten. Auch bei den Gemeinderäten ist das schwarze Übergewicht deutlich: 416 VP zu 370 SP.
Die Hoffnung der Schwarzen formuliert GU-Bezirksobmann Wolfgang Kasic so: "Wieder Erster werden im Bezirk." Abgesehen hat er es vor allem auf Raaba. Die Speckgürtelgemeinde haben die Schwarzen 1990 an den noch immer amtierenden SP-Bürgermeister Josef Gangl verloren, nun will die VP mit Richard Milla den Bürgermeistersessel nach 20 Jahren zurückgewinnen.
SP-Mann Günter Kräuter hält dagegen. "In den Gemeinden geht es um Vertrauen. Daher sind wir optimistisch, das gute Ergebnis zu halten." In der einzigen Stadt des Bezirkes, Frohnleiten, will die SPÖ ihre Stärke demonstrieren. Aber: Durch die vielen Bürgermeisterwechsel könnte der SP-Vorsprung schmelzen. Mit der Absoluten rechnen die Genossen trotzdem.
Premieren
Auch die FPÖ stellt derzeit einen Bürgermeister: In Zettling holte sich Johann Gruber mit nur einem blauen Mandat aktuell den Chefsessel - eine Drittellösung mit der ÖVP machte es möglich.
Der blaue GU-Bezirkschef Mario Kunasek will seine Partei künftig so aufstellen, dass "wir aus eigener Kraft den Führungsanspruch stellen können." Damit soll auch das Debakel von 2005 - kurz vor der Aufspaltung FPÖ/BZÖ - getilgt werden. Die FPÖ sackte damals von 11,65 auf 4,84 Prozent ab.
Noch knapp darunter befinden sich die Grünen mit 4,52 Prozent. Marianne Müller-Triebl, Obfrau der Gemeindevertreter, gibt mit "Erhalten, Wachsen, Aufbauen" die Losung vor. Die Grünen wollen es derzeit in 25 Gemeinden wissen - bis Freitag könnten es aber noch mehr werden.
Premieren: Erstmals kandidieren in GU auch die KPÖ und das BZÖ. Die "Kummerl" versuchen es in Frohnleiten und Peggau, die Orangen werden in knapp 15 Gemeinden an den Start gehen. Beide sind derzeit in keinem Gemeinderat vertreten.

















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