Bezirks- und Gemeindesuche
Tafel-Streit
Viel erinnert nicht mehr an die NS-Zeit im Weichbild unserer Städte und Dörfer. Bombenlücken sind gefüllt, nur noch wenige Bauwerke von damals haben überdauert. Das Reden, Schreiben und Urteilen über diese Zeit fällt leichter, je weiter sie zurückliegt. Umso mehr überrascht es, dass ein Erinnerungsprojekt wie das von Jochen Gerz erdachte noch da und dort auf Widerwillen stößt.
Lang hatte es so ausgesehen, als würden die kommentierten Fotos aus dem Alltag des "Dritten Reichs" sich mühelos ins Weichbild der steirischen Orte einfügen, ja einschleichen. Dass sie da und dort abgelehnt werden, kann man auch positiv sehen. Gemeinderäte und Bürgermeister haben sich intensiv damit beschäftigt und durchaus differenzierte Gründe für ihr Veto gefunden.
Zu wenig geerdet sei ihm das Erinnerungsprojekt, beklagte etwa der Bürgermeister von Rohrmoos, Peter Pilz, der "seine" Stele gerne aufgestellt hätte. Wer aber hat ihn gehindert, das Thema zu "erden", es also nicht nur im ablehnenden Gemeinderat zu diskutieren, sondern mit den Rohrmoosern, seinen Wählern? Schließlich wäre das Denk-Mal ja auch in ihrem Ort gestanden.
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thomas.goetz@kleinezeitung.at

















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