Bezirks- und Gemeindesuche
Die Steiermark ist jetzt ganz frei von Gentechnik
2035 Leser der Kleinen Zeitung haben entscheidend mitgewirkt, dass der Riegel gegen die unerwünschte Agrartechnologie komplett ist.

Foto © APA/SujetInsgesamt haben die Fachleute der Bauernkammer 6300 Grundstücke, die zu den Verzichtserklärungen gehören, in die Landkarte der gentechnikfreien Landwirtschaft eingetragen
Das ist "eine Pionierleistung, für die ich den Lesern der Kleinen Zeitung sehr dankbar bin". Solche überschwänglichen Worte sind normalerweise nicht die Art von Agrar-Landesrat Johann Seitinger (ÖVP). Aber in der Sache hat er recht.
2035 Leser der Kleinen Zeitung - davon 1500 Gartenbesitzer - haben seit Mai 2009 für ihr Grundstück eine Gentechnik-Verzichtserklärung unterzeichnet. Sie unterstützten die Aktion des Landes, von Bio-Ernte und Landwirtschaftskammer, dass die letzten "roten Flecken" der steirischen Gentechnik-Landkarte verschwinden. Die Verzichtserklärung bedeutet nämlich, dass nicht nur das eigene Grundstück gentechnikfrei ist, sondern dass auch ein Umkreis von 1000 Metern unberührt bleiben muss.
In den vergangenen Wochen haben die Fachleute der Landwirtschaftskammer und von Bio-Ernte Steiermark viel Beinarbeit geleistet, damit durch entsprechende Verzichtserklärungen auch die letzten Flächen verschwinden, auf denen Gentechnik noch theoretisch möglich war. Besonders in der Südost-Steiermark hatte das Team um Bio-Ernte-Geschäftsführer Josef Renner viel zu tun.
Insgesamt haben die Fachleute der Bauernkammer 6300 Grundstücke, die zu den Verzichtserklärungen gehören, in die Landkarte der gentechnikfreien Landwirtschaft eingetragen. Gemeinsam mit den Naturschutzflächen und den Pufferzonen ergibt das den Nachweis, dass die Gentechnik-Lobby in der Steiermark auf Granit beißt.
"Wir haben die Gentechnik-Konzerne mit ihren eigenen Waffen geschlagen", freut sich Renner. Denn die sogenannte Koexistenz - das Nebeneinander von Gentechnik und normalen Ackerflächen - hätte eigentlich der Gen-Lobby den Weg ebnen sollen. Die Steirer haben das - mithilfe der Leser der Kleinen Zeitung - umgedreht. Statt Platz für die Gentechnik zu schaffen, wurde dieser nun eliminiert. "Das bedeutet ein Stück Zukunft für eine sichere und nachhaltige steirische Landwirtschaft", resümiert Landesrat Seitinger.



















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