Bezirks- und Gemeindesuche
Der Weltkulturerbe-Titel ist zum Greifen nah
Icomos-Experten empfehlen die Aufnahme des Schlosses Eggenbergs ins Weltkulturerbe. Jetzt liegt der Ball bei der Unesco, die im Juni dafür grünes Licht gegeben könnte.

Foto © APASchloss Eggenberg könnte Weltkulturerbe werden
Aller guten Dinge sind drei - getreu diesem Motto blickt man im Grazer Rathaus heuer dieser Tage gespannt nach Paris und im Juni nach Brasilia. Denn in diesem beiden Städten fällt die Entscheidung, ob der Antrag, das Grazer Schloss Eggenberg ins Weltkulturerbe aufzunehmen, im dritten Anlauf endlich positiv erledigt wird.
Und die Vorzeichen sind mehr als ermutigend, der Titel zum Greifen nahe, nachdem in der Vorwoche die Welterbe-Hüter von Icomos eine dreitägige Stippvisite nach Graz unternommen haben. Die Experten, der Star-Landschaftsarchitekt Hal Moggridge. Österreichs Icomos-Chef Wilfried Lipp und der österreichische Unesco-Repräsentant Bruno Maldoner, interessierten sich besonders für die Verbindungsachse zwischen Grazer Innenstadt und dem im 17. Jahrhundert aus einem mittelalterlichen Wehrbau entstandenen Barockschloss der Eggenberger. Denn diese einstige über unverbautes Land durchgehend angelegte Allee ist der Schlüssel zur Erweiterung des Welterbetitels für die Grazer Innenstadt um die Schlossanlage, erklärt Lipp: "Es gilt, sicherzustellen, dass diese historische Achse nicht störend verbaut und künftig stadtplanerisch und auch in der Gestaltung aufgewertet wird."
"Eben diese Punkte werden nun im Antrag der Stadt präzisiert und bis Ende des Monats zur Unesco nach Paris geschickt", ist der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl glücklich über den Ausgang der Visite und die Mithilfe der Experten. Denn das Ergebnis des Besuchs ist für Graz Gold wert: Moggridge und Lipp haben eine Empfehlung der Icomos an die Unesco unterschrieben, den Weltkulturerbe-Titel, den die Stadt Graz 1999 erhalten hat, eben nun auf die Schlossanlage auszuweiten.
Sitzung in Brasilia
Das ist die Grundvoraussetzung dafür, dass die Unesco-Vertreter in Paris den Antrag auf die Tagesordnung für die Sitzung des Welterbe-Komitees setzen, die im Juni in Brasilia über die Bühne geht. Und die Landeshauptstadt darf sich nun berechtigt Hoffnungen machen, den Zuschlag für Eggenberg zu erhalten, meint Icomos-Chef Lipp. Dennoch sollte man mit dem Jubel noch warten: "Denn man kann sich nie ganz sicher sein, wie die Entscheidungen der Komitees ausgehen."
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Die Welterbestätten
Acht Welterbestätten gibt es in Österreich: Die Altstädte von Salzburg, Graz, Wien, Schloss Schönbrunn, Dachstein/Salzkammergut, Wachau, Neusiedlersee, Semmeringbahn.


















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