Bezirks- und Gemeindesuche
Zahlreiche Unfälle in der Steiermark
Der heftige Schneefall hat am Samstag zu zahlreichen Verkehrsunfällen geführt. In Wörschach wurden vier Personen bei einem Unfall verletzt. In Kammern kippte ein mit Baumstämmen beladener Lkw um.

Foto © FF Wörschach/Thomas GruberBei einem Unfall auf der B320 wurden vier Personen verletzt
Der heftige Schneefall und die tiefen Temperaturen haben am Samstag auf den steirischen Straßen zu zahlreichen Verkehrsunfällen - vorwiegend nur mit Blechschäden - geführt. Bereits Freitagabend wurden bei einer Kollision in der Obersteiermark fünf Personen, darunter auch zwei Kinder, verletzt. Die Autobahn Service Gesellschaft (Asfinag) musste wegen der Witterung zum Großeinsatz ausrücken: Rund 70 Fahrzeuge waren im Dauereinsatz.
Zahlreiche Unfälle mit Blechschaden
Unfall auf der S6 bei Semmering Grafik © In Kooperation mit filmen.at
Um 7:44 ereignete sich am Samstag der erste Unfall auf der S6, kurz vor dem Kindbergtunnel. Ein Lenker kam mit seinem Pkw ins Schleudern und krachte gegen Mittel- und Seitenleitschiene. Der Lenker wurde nicht verletzt. Ein weiterer Unfall auf der S6 bei Spital führte ebenfalls zu Blechschaden. Der Steinhaustunnel musste für die Dauer der Aufräumarbeiten gesperrt werden.
Im Bezirk Graz-Umgebung mussten die Einsatzkräfte zu zahlreichen Unfällen ausrücken. Am Autobahnknoten Deutschfeistritz kam im dichten Schneetreiben ein Pkw-Lenker aus Linz mit seinem Fahrzeug von der Straße ab. Das Fahrzeug überschlug sich, stürzte seitlich über eine steil abfallende Straßenböschung und blieb auf dem Dach liegen. Der Lenker blieb glücklicherweise unverletzt.
Foto

Foto vergrößernDas Fahrzeug kam bei einem Überholmanöver ins SchleudernFoto © FF Traboch-Timmersdorf
Die Freiwillige Feuerwehr Wörschach im Bezirk Liezen wurde am Samstag gegen 12:44 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der B 320 gerufen. Bei einem Verkehrsunfall, an dem drei Pkw beteiligt waren, wurden vier Personen verletzt. In Traboch kam bei einem Überholmanöver auf der Schneefahrbahn ein Pkw mit slowakischem Kennzeichen ins Schleudern. Das Fahrzeug streifte einen Lkw, touchierte anschließend die rechte Leitschiene und kam schließlich nach einer Drehung quer auf der ersten Fahrspur zum Stillstand. Beide Fahrzeuginsassen blieben unverletzt.
Nebelschwaden führten am Vormittag zu einem Auffahrunfall vor dem Südportal des Bosrucktunnels im Gemeindegebiet von Ardning. Bei dem Unfall blieben alle Fahrzeuginsassen unverletzt. Der Tunnel war während der Fahrzeugbergung für den gesamten Verkehr gesperrt.
Auch die Freiwillige Feuerwehr Kammern wurde am Samstag zu zahlreichen Einsätzen gerufen. Am Vormittag mussten die Einsatzkräfte bei einem Lkw-Unfall auf der A9 Hilfe leisten. Ein Holztransporter war von der schneeglatten Fahrbahn abgekommen und umgekippt. Der Transporter verlor dabei beinahe die gesamte Ladung.
Salz greift bei niederen Temperaturen nicht
Für die Räumfahrzeuge boten sich insofern schwierige Bedingungen, da das gestreute Salz bei derart tiefen Temperaturen von unter zehn Grad Celsius kaum greife. "Der trockene Schneefall ist in seiner Konsistenz extrem fein und neigt zum Anfrieren auf der Fahrbahnoberfläche. Die Räum- und Streufahrzeuge setzen daher eine Kalzium-Sole ein, um die Auftauwirkung zu beschleunigen. Durch diese extreme Witterungslage bildet sich aber schon wenige Minuten nach der Durchfahrt der Räumfahrzeuge wieder eine Schneedecke," erklärte Volker Höferl, Sprecher der Asfinag Süd.
Zahlreiche Tunnelsperren
Die Folge waren Unfälle in allen Regionen der Grünen Mark. Es mussten u.a. der Gratkorntunnel, der Steinhaustunnel, der Bosrucktunnel und der Kalcherkogeltunnel auf der Südautobahn (A2) gesperrt werden. Dort kam es im Bereich der Pack laut Polizei innerhalb von wenigen Stunden zu acht Unfällen, bei denen aber niemand verletzt wurde. Vor allem italienische Touristen und rumänische Gastarbeiter seien vermehrt auf den Straßen unterwegs, da sich an dem Wochenende vor Weihnachten besonders viele auf der Heimreise befinden.
Bei dem Unfall Freitagabend auf der B97 im Gemeindegebiet von St. Georgen ob Murau (Bezirk Murau) war gegen 18.50 Uhr eine 40-jährige Tirolerin wegen der Scheefahrbahn gegen die Leitschiene gekracht. Ihr Pkw wurde auf die Gegenfahrbahn geschleudert, wo er das Auto eines 38-jährigen Wieners streifte. Er sowie seine Lebensgefährtin und zwei Kindern im Alter von neun und sieben Jahren, die sich ebenfalls im Fahrzeug befanden, mussten mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Laut Polizei sei der Unfall "sehr glimpflich" ausgegangen.



















-Anzeigen


