Bezirks- und Gemeindesuche
Erleuchtung für den Zählerkasten
Neue Stromzähler sollen Kunden mehr Durchblick bieten. Testlauf in der Steiermark.

Foto © APDer aktuelle Stromverbrauch soll künftig über Handy mitgeteilt werden
Wer in seinem Haushalt nachhaltig Strom sparen möchte, muss seine "Feinde" in Form von Stromfressern kennen und sollte einen permanenten Überblick über seinen Stromverbrauch haben. Beides sollen sogenannte "intelligente Stromzähler" möglich machen, die bis 2020 in 80 Prozent der österreichischen Haushalte installiert sein müssen. So sieht es eine EU-Verordnung vor. Die Energie Steiermark startet im kommenden Jahr einen ersten Testlauf und sucht dafür unter ihren rund 450.000 select-Kunden 400 Freiwillige, die sich daran beteiligen. Insgesamt werden 500.000 Euro in den Pilotversuch investiert.
Transparenz
Die Vorteile dieser neuen, digitalen Stromzähler liegen vor allem in einem Mehr an Transparenz. Der Kunde kann sich - via Internet oder SMS - ständig über seinen aktuellen Stromverbrauch informieren. Kommt es zu gröberen Abweichungen vom Normverbrauch, sollen Kunden automatisch gewarnt werden.
Diese Selbstkontrolle soll die Stromkosten nachvollziehbarer machen. "Stromfresser können so ohne Verzögerung identifiziert werden", so der Privatkundenleiter der Energie Steiermark, Thomas Wiedner. Parallel dazu soll auch die Energiespar-Beratung intensiviert werden.
Diese neue Form der Stromzähler soll langfristig auch völlig neue Tarifmodelle möglich machen - etwa für Single- und Mehrfamilienhaushalte oder Wochenendtarife. In weiterer Folge kann etwa auch der Gasverbrauch über diese Zähler abgelesen werden.
Bis zu einer flächendeckenden Versorgung gilt es jedoch noch entscheidende Hürden zu nehmen. Neben der Gewährleistung des Datenschutzes ist das insbesondere die Etablierung eines einheitlichen Standards, mit dem alle Energieunternehmen arbeiten.



















