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Pension: Die steirischen Jungen begehren auf
Niedrigere Pensionsbeiträge für Eltern, mehr Mitsprache der Jungen im Pensionsbeirat: Junge Industrie und ÖGB-Jugend legen gemeinsam ein Reformpapier vor.

Foto © APA/SujetÖGB-Jugend und Jung-Industrielle ziehen an einem Strang
Die Sozialpartnerschaft gibt ein kräftiges Lebenszeichen - zumindest in der Steiermark: Vertreter der Jungen in der Industriellenvereinigung und der ÖGB-Jugend haben sich zusammengetan und legen ein gemeinsames Papier zur "Zukunft der Altersvorsorge" vor.
Auch wenn es bei der Schwerpunktsetzung in einzelnen Fragen kleine Unterschiede gibt, ist man in den wesentlichen Punkten einer Meinung: Ohne tiefgreifende Reformen ist das heutige Umlagesystem nicht zu halten. Das wüssten zwar "auch die heute handelnden Politiker", eröffnet Alexander Tessmar-Pfohl, Chef der Jungen Industrie die Feindseligkeiten, offenbar handle man aber eher nach dem Motto hinter uns die Sintflut. "Der Politik fehlt einfach der Mut, die Probleme offen anzusprechen", assistiert Robert Reiter, der Landesvorsitzende der ÖGB-Jugend, "man tut einfach so, als ginge es unbegrenzt so weiter".
Dass das inzwischen niemand mehr glaubt, belegt auch eine Umfrage unter den 15 bis 30-jährigen: "Ganze sieben Prozent glauben, dass es auch für sie noch eine Pension in der heutigen Form geben wird", erläutert Gernot Pagger, der eloquente Landesgeschäftsführer der Jungen Industrie. Diesem allgemeinen Vertrauensschwund gelte es entgegenzuwirken, betont der Landesjugendsekretär des ÖGB, Manfred Prosser. Deshalb habe man den nicht unumstrittenen Schritt gewagt und sich mit den Jung-Industriellen zusammengetan.
Kernpunkte: Steigerung der Erwerbsquote der 60 bis 65 jährigen, "die heute extrem weit unter dem europäischen Durchschnitt liegt" so Pagger. Für den ÖGB ist dabei wichtig, dass gleichzeitig sowohl die (betriebliche und überbetriebliche) "Gesundheitsförderung als auch die Weiterbildung deutlich verbessert wird", um in diesem Alter am Arbeitsmarkt mithalten zu können, ergänzt Prosser.
Zweiter Punkt ist ein entsprechendes Mitspracherecht der Jungen: Heute sitzen drei Pensionistenvertreter in der Pensionskommission, aber nur ein Jugendvertreter, ärgert sich Reiter. Jener Jungen, die heute und in den kommenden Jahrzehnten die Pensionsbeiträge zahlen müssen.
Der spannendste Punkt: Anpassung der Beiträge an die Aufwendungen. So könnte der einheitliche Beitragssatz - etwa neun Prozent - pro Kind um drei Prozent abgesenkt werden. Denn wer Kinder aufzieht, erbringt ohnehin bereits höhere Leistungen.






















