Bezirks- und Gemeindesuche
Präsidentschaftskandidatin: Klasnic winkt ab
Ex-Landeshauptfrau sieht sich nicht als mögliche ÖVP-Kandidatin. "Meine Lebensplanung ist gut so, ich bin sehr glücklich."

Foto © APAEx-Landeshauptfrau Waltraud Klasnic
Die frühere steirische Landeshauptfrau Waltraud Klasnic sieht sich nicht als mögliche ÖVP-Präsidentschaftskandidatin. "Ich bin Präsidentin von 'Hospiz Österreich'", sagte Klasnic am Mittwoch im Gespräch mit der APA. Nachsatz: "Meine Lebensplanung ist gut so, ich bin sehr glücklich." Ob die ÖVP überhaupt einen Kandidaten gegen Heinz Fischer ins Rennen schicken sollte, will Klasnic nicht beurteilen und verweist auf ihren Vorsatz, nach Ausscheiden aus dem Amt keine politischen Statements abzugeben: "Da habe ich mir eine zehnjährige Abstinenz auferlegt - vier Jahre sind schon vorbei."
Bestätigt wird von Klasnic übrigens die Darstellung von Ex-Kanzler Wolfgang Schüssel, er habe sie vor Angelobung der schwarz-blauen Regierung im Jahr 2000 gebeten, die Kanzlerschaft zu übernehmen. "Das war für Wolfgang Schüssel eine sehr, sehr schwierige Zeit und in dieser Phase hat er das ernst gemeint", sagt Klasnic, damals steirische Landeshauptfrau. Sie habe aber abgelehnt, denn: "Ich habe gewusst, dass er das gut macht."
Als Präsidentin des Dachverbandes der Pallliativ- und Hospizeinrichtungen setzt sich Klasnic für eine flächendeckende Verfügbarkeit von Palliativ-Pflege in Österreich ein. Derzeit arbeite man an einem Projekt, das verhindern soll, dass die Bewohner von Pflegeheimen in den letzten Tagen ihres Lebens aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen werden. Dafür brauche man allerdings entsprechend geschultes Personal und Palliativbetten nicht nur in Krankenhäusern, sondern auch in den Pflegeheimen. "Da sind wir auf der Hälfte der Strecke", sagt Klasnic. Bis 2013 soll die flächendeckende Versorgung stehen.
Außerdem ist Klasnic, die nach der Wahlniederlage gegen SP-Herausforderer Franz Voves Ende Oktober 2005 als steirische Landeshauptfrau abtrat, Mitglied im Wirtschafts- und Sozialausschuss in Brüssel und Vorsitzende des Zukunftsfonds der Republik, mit dem Projekte zum Gedenken an die Opfer des NS-Regimes gefördert werden. "Das sind Aufgaben, die mich ausfüllen", lehnt Klasnic eine Präsidentschaftskandidatur ab.






















